Verbraucherschützer in Brasilien fordern Netzteile beim iPhone

Weltweit verzichtet Apple mittlerweile auf die Auslieferung von Netzteilen beim Verkauf seiner Smartphones. Der Konzern aus Cupertino ist damit jedoch nur einer von vielen. Während Apple diesen Schritt im Zusammenhang mit dem Umweltschutz und der Ressourcenvermeidung sieht, pochen nun Verbraucherschützer aus São Paulo, Brasilien, darauf, auf Nachfrage ein Netzteil geliefert zu bekommen.

iPhone 12 mini, Bild: Apple

Wenn Kunden beim Kauf eines iPhone 12 ein Netzteil möchten, dann sollen sie eines bekommen. Diese Auffassung jedenfalls teilt die Verbraucherschutzinstitution „Procon-SP“ aus São Paulo.

Brasilianischer Verbraucherschutz pfeift auf Umweltschutz

Apple wurde von Procon-SP im Jahr 2020 dazu befragt, warum es keine Netzteile mehr bei seinen iPhones beilege. Der Konzern aus Cupertino betonte, dass Konsumenten in der Regel bereits Netzteile besäßen und man so den weltweiten CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Das Argument langte den Verbraucherschützern jedoch nicht.

Entsprechend veranlasst die Procon-SP Apple nun dazu, Kunden ein Netzteil auszuhändigen, wenn diese eines haben wollen. Dies lässt sich einer Veröffentlichung vom 2. Dezember entnehmen.

Unumkehrbarer Trend

Schon vor einigen Jahren begann ein Trend, Netzteile nicht mehr bei Produkten beizulegen. Videospielkonsolen wie das NES Classic machten den Anfang und sind aber beileibe nicht die einzigen geblieben. Anfangs war zwar die Kritik aufseiten der Verbraucher noch größer, doch nun hat gewissermaßen ein unumkehrbarer Trend eingesetzt.

Nachdem zuletzt Apple diesen Schritt vollzogen hatte, gibt es auch Hinweise darauf, dass der koreanische Hersteller Samsung es Apple beim kommenden Galaxy S21 gleichtut. In jedem Fall haben wir eine Zeit erreicht, in der dieses Thema nicht als Aufreger taugt. Denn in den Diskussionen dazu ist kein Aufschrei erkennbar.