Alexander Trust, den 20. November 2020

macOS Big Sur 11.0.1 Build 20B50 nur für manche Macs

Kontrollzentrum in macOS Big Sur
Kontrollzentrum in macOS Big Sur, Bild: Apple

Apple veröffentlichte vor einer Woche bereits macOS Big Sur 11.0.1 als „finale“ Version für Endverbraucher. Doch mittlerweile gibt es ein Update für das Betriebssystem, allerdings bekommt es nicht jeder.

Die vor einer Woche veröffentlichte Variante von Big Sur hat die Buildnummer 20B29. Das Update trägt hingegen die Buildnummer 20B50. Unklar ist allerdings, welche Änderungen Apple vornahm.

Der iMac (2017) aus der Redaktion bekam es nicht, weil wir diesen bereits auf macOS Big Sur aktualisiert hatten. Das ganz neue MacBook Pro mit Apple M1 Chip konnten wir mit dem neuen Build jedoch aktualisieren.

Ein Update, um Schlimmeres zu verhindern?

Die Veröffentlichung dieses Updates ist für manche Beobachter ein Zeichen dafür, dass Apple damit eingesteht, etwas beim Update von älteren MacBooks aus den Jahren 2013 und 2014 verkehrt gemacht zu haben. Ob diese Nutzer nun gefahrloser das Update machen können, ist unklar.

Macht macOS Big Sur ältere Macs kaputt?

Tatsächlich gibt es aber hitzige Diskussionen darüber, ob Apple mit dem Update auf Big Sur einige dieser älteren Geräte „kaputt“ gemacht habe. Tragisch ist, dass es zwar eine Menge Medienberichte gibt, aber sich bei den Beschwerden von Nutzern unter dem Strich ein klares Bild abzeichnet, das so in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wird.

Zum einen gibt es viele, die ein Problem hatten, das sich dann aber mit diversen Lösungsstrategien beheben ließ.

Dann gibt es „vermutlich“ auch solche Nutzer, deren Geräte tatsächlich irgendwie nicht mehr auf das Update ansprechen.

Schwierig ist aber die Echtheit der Vorwürfe aller Teilnehmer zu verifizieren. Als studierter Medienwissenschaftler und Webseitenbetreiber kenne ich „Trolle“ aus der akademischen Analyse genauso wie aus den Statistiken der eigenen Webseiten. So wie es Fake-Rezensionen von Produkten gibt, versuchen manche Nutzer auch, indem sie sich mehrfach registrieren und zu einem Thema äußern, den Eindruck zu suggerieren, dass ihr Argument wichtiger sei.

In Apples Support-Foren gibt es, öffentlich sichtbar, eine Art Punktesystem und Profile von Nutzern, mit deren Diskussionsbeiträgen. Wie auf anderen Plattformen auch, kann man daran ablesen, wie aktiv die Nutzer waren. Nun fällt gerade bei der Diskussion um macOS Big Sur auf, dass viele der TeilnehmerInnen sich erst jüngst für das Forum registrierten. Das ist aber auch nur eine Beobachtung, die man nicht gegen den genuinen Anspruch dieser Leute verwenden kann. Denn vielleicht sind wirklich einige dabei, die ein Problem haben.

Bei anderen Diskussionsteilnehmern merkt man aber, dass sie das Thema ausschlachten, um gegen Apples Reparaturpolitik zu lobbyieren und Vorschläge unterbreiten, die für Endverbraucher schlicht nicht sinnvoll sind (sie sollten sich Bauteile bei eBay bestellen, statt Apples teure Reparatur in Anspruch zu nehmen). Noch dazu ist gar nicht klar, ob die Geräte wirklich unwiederbringlich nicht mehr reagieren. Ferndiagnosen bieten sich dabei nicht an.

Ich möchte Apple an dieser Stelle aber auch nicht in Schutz nehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es eigentlich fast keine neuen Meldungen mehr, sondern nur noch moralische Diskussionen darüber, wie Apple so etwas tun kann.

Probleme für Nutzer des iPhone 12 behoben

Ebenfalls heute veröffentlichte Apple übrigens iOS 14.2.1 als Update für Nutzer des neuen iPhone 12. Nur diese können das Update herunterladen. Es behebt auch nur Schwierigkeiten, die in der Benutzung beispielsweise des iPhone 12 mini und dessen Touchscreen, oder aber in Verbindung mit Mfi-Hörgeräten und dem iPhone 12 auftraten.


Ähnliche Nachrichten

Zugehörige Firmen

Zugehörige Plattformen