Von Alexander Trust am 19.05.2020 (letztes Update: 19.05.2020).

Apple Glass: AR-Brille für 499 US-Dollar mit eigener Stärke

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Wie sieht Apples AR-Brille aus?, Bild: CC0

Jon Prosser kündigte es vor kurzem an und hielt nun Wort. Der Enthüllungsjournalist veröffentlichte jetzt die ersten Bilder und Informationen zu Apple Augmented-Reality-Brille. Ähnlich wie Google will offenbar der iPhone-Hersteller die AR-Brille dann „Apple Glass“ nennen.

Prototyp aus Kunststoff, Serienmodell aus Metall?

Prosser veröffentlichte ein Video und diskutiert darin die Möglichkeiten von Apple Glass. Er will einen Prototypen gesehen haben. Der nutzt derzeit noch ein Kunststoff-Gestell. Das kann und wird sich vielleicht noch ändern, ehe das Produkt auf den Markt kommt. Apple würde für die Serienproduktion womöglich auf Metall umsteigen. Das können wir uns gut vorstellen und sogar, dass Apple unterschiedliche Varianten mit Aluminium oder Edelstahl produzieren könnte.

Das bietet Apple Glass

Die AR-Brille aus dem Hause Apple nutzt einen LiDAR-Scanner auf der rechten Seite des Brillengestells. Doch darüber hinaus ist keine Kamera in dem Gerät eingebaut.

Auf beiden Brillengläsern werden Bilder angezeigt. Die komplette Rechnerei würde allerdings auf einem verbundenen iPhone geschehen, ähnlich wie man es von den ersten Generationen der Apple Watch kannte.

Apple Glas mit eigener Sehstärke, noch keine Sonnenbrille

Apple würde die Brille, bzw. das Gestell für 499 US-Dollar verkaufen. Es kämen dann jedoch noch Kosten für die Nutzer obendrauf, wenn Sie Brillengläser mit ihrer eigenen Sehstärke integrieren wollten. Das ist durchaus möglich, so Prosser.

Stand heute würde Apple noch keine Sonnenbrille der Apple Glass(es) anbieten.

Kann die Brille ohne Kamera trotzdem QR-Codes einlesen?

Prosser denkt, dass Apple Glass sehr wohl mit dem LiDAR-Scanner in der Lage ist, die von Apple in iOS 14 eingeführten QR-Codes auszulesen. Brillenträger könnten dann darüber auf Angebote in der Umgebung aufmerksam gemacht werden.

Starboard: Benutzeroberfläche für Gesten

Und wie interagiert man mit Apple Glass? Laut Prosser unterstützt die Benutzeroberfläche, die Apple „Starboard“ nennt, eine Gestensteuerung. Dabei kann man wohl direkt am Gerät (vielleicht sogar auf den Gläsern ausführen), dank LiDAR-Scanner aber auch „vor“ dem Gerät.

Präsentation Monate vor der Veröffentlichung

Laut Prosser wird Apple die AR-Brille auf einem seiner Special-Events als ein „One more thing“ vorstellen. Dabei zeigt Apple das Produkt der Öffentlichkeit deutlich vor der eigentlichen Veröffentlichung. Der Enthüllungsjournalist behauptet, das Unternehmen wollte die AR-Brille eigentlich im vierten Quartal 2020 oder im ersten Quartal 2021 vorstellen. Doch die Coronavirus-Pandemie kam dazwischen. Entsprechend kann es sein, dass sich Apple Glass dennoch ein wenig verschiebt.

Kein Wort zur Technologie

Wie genau Apple das Bild auf die Gläser wirft, dazu verliert Prosser leider kein Wort. Aus Patentveröffentlichungen Apples geht hervor, dass das Unternehmen unterschiedliche Möglichkeiten ausprobiert(e). Eine denkbare Variante wäre ein holographisches Bild in Form eines Projektors vor das Auge zu werfen. Die Technik dazu würde im Rahmen der Brille versteckt.

Kommt noch ein Video, das den Prototypen zeigt? Prosser behauptet, er hat auch ein Video, dass Apple Glass als Prototyp zeigt. Da es vor kurzem eine Präsentation für Journalisten gab. Doch er möchte sich bei seiner Quelle erst noch versichern, dass er das Bild überhaupt zeigen darf.

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