Alexander Trust, den 11. Februar 2020

Neue Unternehmensstruktur: Apple lässt in Irland die Hosen runter

Tim Cook besucht Mitarbeiter in Irland
Tim Cook besucht Mitarbeiter in Irland, Bild: Tim Cook

Lokalmedien berichten, dass Apple in Zukunft in Irland deutlich auskunftsfreudiger wird, was seine Geschäfte anbelangt. Tatsächlich änderte der iPhone-Hersteller die Unternehmenskennzeichnung einiger Tochterfirmen in „Limited“ und wird fortan auch für diese Geschäftsbereiche jährliche Bilanzen ausweisen.

Apple ändert Unternehmensstruktur in Irland

Warum genau Apple sich zu diesem Schritt entschied, ist nicht bekannt. Jedoch berichtet „The Irish Times“, dass Apple nun sechs Tochtergesellschaften im Land offiziell zu „Limited“-Gesellschaften machte. Damit kommt diesen die Pflicht zu, einmal im Jahr einen Geschäftsbericht zu veröffentlichen. Der enthält detaillierte Auflistungen über gezahlte Steuern, Umsätze, Gewinne, das Festgeld-Konto und mehr.

Kontroverse: Apple & Irland vs. EU

Dieser Entwicklung vorausgegangen ist eine Konfrontation der EU-Kommission mit Apple und Irland. Tatsächlich zahlte der iPhone-Hersteller bereits 13 Milliarden Euro auf ein Treuhand-Konto ein. So viel Geld würde als Steuernachzahlung fällig, wenn die EU eine Entscheidung darüber fällt, ob Irland und Apple illegale Steuergeschäfte abwickelten.

Der Konzern aus Cupertino transferierte seine Umsätze aus Geschäften in anderen europäischen Ländern stets nach Irland, um dort weniger Körperschaftssteuer bezahlen zu müssen. Doch Irlands Regierung spendierte Apple noch Sonderkonditionen. Es zahlte daher zu keiner Zeit die eigentlich ansetzbaren 12,5 Prozent. Letztlich will die EU darin ein „Steuervermeidungsmodell“ erkannt haben, und zwar schon 2015.

Sowohl Apple als auch Irland betonten immer wieder, nichts Unrechtes getan zu haben. Im Gegenteil, beide Partner sind froh, einander zu haben. Erst im Januar zeichnete Irland Apple für sein mittlerweile 40-jähriges Engagement im Land aus.


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