Von Alexander Trust am 05.02.2020 (letztes Update: 05.02.2020).

Apple News: Liz Schimel nimmt ihren Hut

Präsentation von Apple News+
Präsentation von Apple News+, Bild: Apple

Apple News verliert seine Business-Chefin. Liz Schimel tritt von ihrem Posten zurück, nachdem der Service sich nicht wie gewünscht entwickelt. Sie wechselte 2018 von Conde Nast zu Apple.

Über den Rücktritt berichtet Bloomberg mit Verweis auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Schimel übersah in ihrer Rolle die Beziehungen zu Verlegern. Sie war Peter Stern unterstellt, der wiederum direkt Eddy Cue Bericht erstattete.

Apple News+ eine Enttäuschung?

Apple News selbst ist kostenlos. Tim Cook verriet während des Earnings Calls nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen, dass es weltweit mehr als 100 Millionen „aktive“ Nutzer gäbe.

Die Zahl ist jedoch nicht besonders aussagekräftig. Denn Apple News ist nicht weltweit verfügbar. Lediglich Nutzer in den USA, Großbritannien und Australien können den Service „aktiv“ über eine App verwenden. Unter macOS kann man die App im Finder nutzbar machen, wenn man „unsichtbare“ Dateien anzeigt. Doch sie zeigt dann zum Beispiel in Deutschland trotzdem nur englischsprachige Inhalte an. Darüber hinaus integrierte Apple sie indirekt in den Home-Bildschirm. Dort sind in Deutschland in einem News-Widget aber nur ausgewählte Nachrichtenquellen wie Stern, Spiegel, BILD oder Focus verfügbar.

Apple News+ mit kaum Abonnenten?

Darüber hinaus bot Apple seit Ende März 2019 einen kostenpflichtigen Aboservice für Nachrichten an, Apple News+. Darüber können Nutzer über 300 Magazine abonnieren. Apple meldete im April 2019, dass man 200.000 Abos erzielen konnte. Doch seither verriet das Unternehmen keine neuen Zahlen.

Zudem gab es öffentliche Kritik an dem Service. Einige Verlage verrieten, dass man mit mehr Umsätzen über den Service gerechnet hatte. Zudem veränderten manche Zeitungen das Angebot auf Apple News+. Das Wall Street Journal beispielsweise präsentiert seine Business-Nachrichten nicht mehr prominent auf dem Service. Sie sind dort nur über ein Archiv verfügbar. So möchte man Leser für interessante Inhalte womöglich lieber in die eigene App oder auf die Webseite locken.

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