Produziert Apple seine iPhone-Displays demnächst selbst?

iPhone XR, Bild: Apple

Vor vier Jahren investierte Japan Display 1,5 Milliarden US-Dollar in eine Fabrik zur Displayproduktion (für Apples iPhones). Apple selbst gab sogar etwas Geld dazu.

Japan Display überlegt Verkauf

Nun soll die Produktionsstätte womöglich verkauft werden, wie die Agentur Reuters berichtet. Statt der investierten 1,5 Milliarden US-Dollar soll das Objekt für 820 Millionen US-Dollar angeboten worden sein. Allerdings sei noch keine Entscheidung getroffen.

Neben Apple steht auch Sharp als möglicher Käufer im Raum; Sharp ist eine Tochter von Foxconn.

Als Option käme auch ein Invest von „Ichigo Asset Management“ in Frage. Das würde bis zu 414 Millionen US-Dollar bereitstellen. Allerdings würde man dann auch die Entscheidungshoheit über den Produktionsstandort verlieren und entsprechend die eigenen Umsätze nicht mehr vollständig selbst steuern.

Abhängigkeit von Apple

Grundsätzlich produziert JD an Ort und Stelle LCD-Displays für jeden potenziellen Kunden. Doch Hauptauftraggeber war und ist Apple. In dem Maße, in dem der Konzern aus Cupertino in seinen Smartphones mehr und mehr auf OLED setzte, wurden die Aufträge für JD weniger.

Apple selbst hat bereits Zahlungsfristen verlängert und sich darum bemüht, dass das Unternehmen mit einem Fonds am Leben gehalten werden kann. Entsprechend sah es so aus, als hätte Apple JD bereits gerettet.

JD im Wechsel zu OLED

Dessen ungeachtet betreibt Japan Display auch eine Transformation. Das Unternehmen möchte in Zukunft ebenfalls OLED-Displays produzieren. Allerdings heißt es, dass vornehmlich die Apple Watch als Ziel ausgemacht sei. Problematisch ist, dass Apple die ersten serienreifen OLED-Displays von JD möglicherweise frühestens in zwei Jahren erwarten kann.