Jonny Random, den 7. Juli 2019

Vertragsstrafe: Apple muss fast 700 Millionen Dollar an Samsung zahlen

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Apple zahlt Samsung 683 Millionen Dollar. Das Unternehmen muss einer Vertragsstrafe nachkommen, die anfällt, nachdem man deutlich zu wenig OLED-Panels von Samsung abgenommen hatte.

Apple muss erneut kräftig an Samsung zahlen: Das Unternehmen hatte einen Betrag in der Höhe von 683 Millionen Dollar zu begleichen, wie aus Agenturberichten hervorging. Er war als Konventionalstrafe angefallen, nachdem Apple sich bei der Abnahmemenge für OLED-Panels, die man im iPhone verbaut hat, gründlich verkalkuliert hatte.

Apples Millionen helfen dabei, Samsungs Verluste zu verringern

Apple hatte einst Samsung Display mit der Lieferung einer erheblichen Menge an OLED-Panels beauftragt. Zu diesem Zweck sollte Samsung Display eine seiner Fertigungsstrecken eigens für den Bedarf Apples umrüsten und die Anlage auch exklusiv für die Produktion für das iPhone reservieren. Das dauerte insgesamt zwei Jahre und kostete Geld, das Samsung später durch die Produktion wieder hereinzuholen hoffte.

Diese Hoffnung zerschlug sich aber umgehend, als Apple rund 50% weniger Panels abnahm als vertraglich vereinbart. In der Folge war die exklusiv zugeteilte Anlage nicht mehr wirtschaftlich und Apple muss nun die Konsequenzen der eigenen Fehlplanung tragen. Die Zahlung wird dabei helfen, den Quartaalsverlust Samsungs auszugleichen. Das Unternehmen litt zuletzt kräftig unter dem weltweit schwachen Halbleitergeschäft, das vor allem durch den eskalierenden Handelskrieg zwischen China und den USA belastet wurde. Über die Folgen dieses Konflikts auch für Apple berichteten wir in einer weiteren Meldung.
Das Unternehmen hatte wie berichtet auch bereits energisch seinen Unmut über die aktuelle Politik der Trump-Administration zum Ausdruck gebracht.


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