Jonny Random, den 19. Juni 2018

HomePod angetestet: Erstes Fazit nach 24 Stunden

HomePod (von oben) - Screenshot Keynote
WWDC – HomePod von Oben – Screenshot

Seit gestern gibt es den HomePod auch in Deutschland zu kaufen. In einem ersten Kurztest haben wir den Lautsprecher von Apple ausprobiert und fassen unsere Eindrücke für Sie zusammen. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir natürlich über weitere Details im Zusammenhang mit der Nutzung des HomePods berichten.

Apple hat den HomePod nach Deutschland gebracht. Der Smart Speaker kann seit gestern bei Apple online bestellt werden.

Auch im Apple Store ist der HomePod erhältlich, des Weiteren bei ausgewählten Händlern wie Gravis. Der Preis liegt bei 349 Euro.

Doch was kann der Lautsprecher?

HomePod mit Netzteil - S. Keller / WakeUp Media

HomePod mit Netzteil – S. Keller / WakeUp Media

Wir haben uns umgehend mit zwei Exemplaren versorgt und ausprobiert, was der HomePod so kann.

Unser erstes Fazit nach 24 Stunden fällt gemischt aus.

Aller Anfang ist leicht

Über die Einrichtung des HomePods wurde in den letzten Monaten bereits einiges berichtet und im Grunde ist der Prozess ja auch lange bekannt, dennoch sei hier nicht unerwähnt gelassen: Der Einrichtungsprozess ist wirklich intuitiv. Stecker rein, iPhone in die Nähe des HomePod halten, los gehts.

Bei den AirPods ist das Setup ähnlich. Der HomePod möchte am Ende der Einrichtung gern Musik spielen. Dabei erfolgt die akustische Vermessung des Raums, die stetig läuft und sich nicht abschalten lässt.

Apple erklärt, dass dies ein zentrales Element des überragenden Klangerlebnisses des HomePod ist.

Beeindruckender Klang

Der Sound eines Lautsprechers lässt sich schwer testen. Natürlich gibt es Skalen, Tabellen und Messwerte, die sagen dem typischen Konsumenten aber eher wenig. Und der HomePod richtet sich an einen klangbewussten Verbraucher, weniger an Hifi-Experten.

In der Redaktion konnte der HomePod aber klanglich absolut überzeugen. Einige Tester kritisieren beim HomePod eine zu große Basslastigkeit, unter der die Mitten zu leiden haben.

HomePod am Mac in itunes - S. Keller / WakeUp Media

HomePod am Mac in itunes – S. Keller / WakeUp Media

Wir empfanden ihn als klanglich ausgewogen und wuchtig.

Als Vergleich diente uns ein Logitech Z623 2.1-Setup mit Subwoofer, das vom HomePod klar in die Ecke gestellt wurde.

HomePod in Stereo: Ein gemischtes Vergnügen

Bekanntlich lassen sich auch mehrere HomePods zusammenschließen. Mittels MultiRoom kann eine ganze Wohnung mit Lautsprechern ausgestattet werden und aus zwei HomePods kann man ein Stereo-Paar bilden.

Letzteres haben wir gleich ausprobiert.

 

Das Ergebnis fällt gemischt aus: Am iPhone lässt sich das Stereo-Paar problemlos einrichten und klingt danach auch überzeugend.

Am Mac sieht es anders aus: Hier werden die HomePods stets nur einzeln angezeigt. Ein Stereo-Paar lässt sich nicht bilden. Getestet haben wir das unter High Sierra, ob sich unter macOS Mojave ein anderes Bild zeigt, müssen wir noch ausprobieren

Weitere Einschränkungen

Anders als bei anderen Smart Speakern, sind die Fähigkeiten des HomePods als Telefon bescheiden. Anrufe lassen sich via Siri überhaupt nicht anstoßen, immerhin kann der Nutzer am iPhone einen Anruf machen und den Ton dann via AirPlay auf den HomePod legen. Leider klappt das auch nur in Mono, sofern ein Stereo-Paar eingerichtet wird. Ein HomePod bleibt stumm..

Fazit

Apples HomePod bietet einen hervorragenden Klang und lässt sich spielendleicht in Betrieb nehmen.

Mit den Apple-eigenen Diensten spielt er fast optimal zusammen, doch es gibt noch Dinge zu tun: Der Umstand, dass ein Stereo-Paar sich nicht vom Mac aus einrichten lässt und die Unzulänglichkeiten bei der Telefonie stören das Bild.

Hier sollte Apple noch nachbessern.

Haben Sie sich einen HomePod gekauft? Wie sind Ihre Eindrücke?


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