kg, den 24. November 2009

Test: iMac 27″ Intel Core 2 Duo 3,06Ghz

iMac 27 Zoll Intel Core 2 Duo 3,06 GHz
iMac 27 Zoll Intel Core 2 Duo 3,06 GHz, Bild: Macnotes

Schöner, größer, schneller: Der neue 27″-iMac bietet neben einer anständigen Prozessorleistung und guter Grafikkarte vor allem ein hervorragendes Display, das sich zudem auch als externes Display und damit auch als Fernseherersatz nutzen lässt. Unser Test soll zeigen, was wirklich im Alugehäuse steckt und wie sich das neue iMac-Spitzenmodell im alltäglichen Einsatz macht.

iMac-Verpackung: Back to Basics

Selten war ein Unboxing so nüchtern wie bei diesem iMac: Neben dem iMac selbst befindet sich in der Kiste lediglich eine Box mit Tastatur, Maus sowie den System-DVDs sowie das Stromkabel. Mehr braucht es nicht, um mit dem Gerät glücklich zu werden – höchstens vielleicht einen größeren Schreibtisch: Denn neben besseren Prozessoren ist die auffälligste Neuerung der größten iMac-Variante die Displaygröße, die einen schier erschlägt.

Das Display

Selbst wer, wie ich, ein klassisches Cinema Display gewohnt ist, muss sich erst einmal umstellen auf das hintergrundbeleuchtete LED-LCD-Display mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln. Das Display ist vor allem eines: Hell. Glücklicherweise lässt es sich recht problemlos so einstellen, dass man es auch Abends noch benutzen kann, ohne langfristige Augenschäden befürchten zu müssen. Wer allerdings kleinere Monitore gewohnt ist, der braucht eine Weile länger, um sich an das umfangreiche Platzangebot auf dem Display zu gewöhnen – selbst ein Filmtrailer in Full-HD-Qualität nutzt nicht den kompletten Platz, den der Desktop eigentlich bietet.

Als Fernseher taugt das Gerät dennoch: Dank des zusätzlich erhältlichen VESA Mount Kits lässt er sich auch an der Wand installieren und macht sich mit der neugestalteten, abgegrenzteren Front dort auch sehr gut. Geschmacksache ist ganz klar die Oberfläche: Entweder man mag Glossy oder man hasst es. Dennoch sollte man ganz genau darauf achten, wo man den iMac platziert: Es bietet sich an, ihn nicht mit der Displayfläche direkt gegenüber des Fensters aufzustellen.

Nutzung als externer Monitor

Mit dem ebenfalls optional erhältlichen Mini DisplayPort zu Mini DisplayPort-Kabel von Belkin lässt sich das 27″-Modell als externer Monitor nutzen. Voraussetzung ist, dass das angeschlossene Gerät ebenfalls über den Mini DisplayPort-Anschluss verfügt.

Wir haben dies im Büro ausprobiert und ein Unibody-MacBook an den iMac angeschlossen. Der Rechner wird direkt vom angeschalteten iMac erkannt, dieser schaltet auf den Betrieb als externer Monitor um – wahlweise als erweiterter Desktop oder als gespiegelter Desktop. Der iMac läuft währenddessen ganz normal weiter, so lässt er sich z. B. im Hintergrund als Medienrechner oder für andere Aufgaben nutzen – genau das ist allerdings zu bedenken: Der iMac lässt sich nur dann als Monitor nutzen, wenn das komplette System läuft. Zwischen beiden Betriebsarten kann man mit der Tastenkombination Cmd-F2 umschalten, der Wechsel geht schnell von statten.

Ab dem kommenden Jahr sollen sich mittels dem HDMI-to-Mini DisplayPort von Belkin auch Geräte wie PlayStation 3 an den iMac anschließen lassen, Belkin selbst gibt Anfang 2010 als Marktstart für den Adapter an, der Preis ist noch nicht bekannt.

Der Betrieb

Der iMac ist im Betrieb erfreulich ruhig und eignet sich daher auch für die geräuschempfindlichen Nutzer. Selbst das SuperDrive ist leise: Der Import einer Audio-CD war bei uns im Test akustisch nur wenig wahrzunehmen.

Ein weiterer Vorteil ist die geringe Betriebstemperatur: Im normalen Bürobetrieb wurde die CPU des iMac selten wärmer als 36° (getestet mit iStat Pro), und auch das Gehäuse gab nur recht wenig Wärme ab – sogar merklich weniger als das von uns getestete 24″ LED Cinema Display. Selbst bei voll ausgelasteter CPU sind die gemessenen Temperaturen selten über 62° gestiegen – zum Vergleich: Ein Unibody-MacBook erreicht je nach Auslastung bis zu 73° Prozessortemperatur. Die niedrigen Temperaturwerte des iMac dürften mit der neuen Alu-Bauweise zusammenhängen, die entstehende Wärme schnell ableitet. Natürlich aber bleibt abzuwarten, wie sich so ein Gerät bei höheren Außentemperaturen verhält – bis zum Sommer ist es allerdings noch eine ganze Weile hin.

Lautsprecher

Die Lautsprecher sind vergleichbar mit denen im Cinema Display, sie befinden sich an der unteren Kante des Gehäuses. Der Klang ist für den Alltagseinsatz brauchbar, wenn auch stellenweise für unsere Ohren etwas dumpf – wer den iMac für mehr als nur den Büroeinsatz benutzt, der sollte auf eine externe Anlage zurückgreifen.

Hardwarekonfiguration des getesteten iMac

Bei dem von uns getesteten iMac handelt es sich um die 27″-Variante mit 3,06GHz Core 2 Duo-Prozessor und 4GB DDR3-RAM. Das Display hat eine Auflösung von 2560×1400 Pixeln. Die Festplatte ist 1TB groß. als optisches Laufwerk steht ein 8-fach SuperDrive-Laufwerk mit DoubleLayer-Funktion zur Verfügung. Bei der Grafikkarte handelt es sich um einen ATI Radeon HD 4670-Grafikprozessor mit 256MB GDDR3-Speicher.

Benchmarks

Im Xbench-Benchmark-Test erreichte der iMac 27″ eine Gesamtpunktzahl von knapp 176, während der Vorgänger mit 24″ und 2,93GHz-CPU immerhin 165 Punkte erreichte. Kein großer Unterschied, bedenkt man die gleiche Austattung mit RAM und die zumindest vom Nennwert her schlechtere CPU sowie der NVIDIA GeForce 120 als schlechtere Grafikkarte – im günstigsten 27″-iMac steckt die ATI Radeon HD 4670. Während der iMac 27″ im CPU-Test vorne liegt, sind beide iMacs im Speichertest etwa gleich auf. Nur im Grafiktest kann der neue iMac dann den Spitzenplatz wieder für sich gewinnen, besonders deutlich wird dies im OpenGL-Test, in dem er doppelt so gut abschneidet. Und auch im Cinebench-Test zeigt sich die Stärke des iMac: Er erreicht im Dual-Core-Test 6551 Punkte. Zum Vergleich: Unser vor kurzem getestetes MacBook white 2,26GHz erreichte bei Cinebench im 2-Core-Betrieb 4824 Punkte.

Fazit

Mit einem Preis von 1499€ ist dieser iMac sicher nicht günstig, aber doch jeden Euro wert. Die Displayqualität überzeugt, die Betriebslautstärke ist gering und die Leistung durchweg erfreulich. Vor allem im direkten Vergleich zum hardwareseitig bis auf das Display exakt gleich ausgestattete 21,5″-Modell hat die günstigste 27″-Variante des iMac einen entscheidenden Vorteil: Er lässt sich in Verbindung mit aktuellen Apple-Rechnern als externer Monitor nutzen und zudem bei Bedarf auch an die Wand hängen – und ist sogar mit diversen HDMI-fähigen Geräten kompatibel, sobald das Adapterkabel dafür zur Verfügung steht. So ist er also durchaus auch als Konsolen-Monitor oder kleinerer Fernseher geeignet – und das für gerade einmal 150€ Aufpreis gegenüber dem teuersten 21,5″-iMac.


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Testergebnis

URS: 7 von 10
7

Positives

  • tolle Displayqualität
  • gute Betriebslautstärke

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