rj, den 28. Juli 2009

iEno: Lebensmittelzusatzstoffe bleiben jugendgefährdend

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Die Altersfreigaben-Odyssee der iPhone-Datenbank für Lebensmittelzusätze, iENo, hat ein Ende, das recht unbefriedigend ausfällt: angesichts des Wikipedia-Zugriffs in der App ist die App nun ab 17 freigegeben. Lebensmittelzusätze auf dem iPhone sind, so die Entwickler von iHanWen, damit offiziell jugendgefährdend.

Der zweite Versuch, eine Zulassung für die Infodatenbank mit Wikipedia-Anbindung ohne jugendgefährdende Einstufung zu erhalten, scheiterte wie zuvor an den App-Store-Richtlinien. Die Anfrage von Entwickler Hanno Welsch, ob Apple die restriktive Haltung beim iPhone-Browser Safari umsetzt, blieb folgenlos. iEno ist nun erst ab 17 zugelassen und kostet 1,59 Euro. Das kommende Release 1.7 bringt kleine Verbesserungen und erscheint in wenigen Tagen.

Immerhin: seit kurzem können App-Entwickler für ab 17 freigegebene iPhone-Programme wieder Promocodes verteilen. Das dürfte notwendig sein, um eine vernachlässigbar kleine Gruppe von Schmuddel-Applikationen handelt es sich dabei angesichts der restriktiven Durchsetzung von Apples „Keine Jugendzulassung bei Webzugang“ nicht mehr unbedingt.

Es ist die Frage, wie weit restriktive Auslegungen der App-Store-Richtlinien dem Apple-Image auf Dauer gut tun – es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn Apple sich einerseits als grüner Rechnerproduzent inszeniert und auf der anderen Seite Informationen zu Lebensmittelzusätzen zum Kollateralschaden werden, wenn es um Jugendschutz geht.


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