iPhone OS 3.0: Push-Integration setzt Server bei den Entwicklern voraus

Die letzte Woche in den Testphase gegangenen Push Notifications, die mit dem iPhone OS 3.0 kommen sollen, könnten sich für kleinere Entwicklergruppen als Problem herausstellen: Entwickler, die Push-Funktionalität in ihre Apps einbauen wollen, benötigen dafür Server, um die Abfragen aus den Apps verarbeiten und an Apple weiterleiten zu können.

iPhone OS 3.0, Bild: Apple

Mit Push können Nachrichten abonniert werden, die dann ohne eine gezielte Abfrage des Nutzers bereitgestellt werden, auch dann wenn eine App nicht läuft.

Im Vergleich zu web-basierten Diensten müssen bei Push zwar keine kompletten Seiten geladen werden, der Server bekommt aber in recht kurzen Abständen Abfragen, die verarbeitet werden müssen. Es ist keine Kostenfrage, in den meisten Fällen braucht es lediglich eine stabile Internetverbindung und einen kleinen Server, um die für Push notwendigen Skripte laufen zu lassen. Es ist aber eine Frage von Arbeitsaufwand: Server müssen gewartet und auf dem neuesten Stand gehalten werden, um Erreichbarkeit und Sicherheit zu gewährleisten.

Tatsache ist, dass das Gros der Entwickler, die Push nutzen möchten, Entwickler von Webdiensten sein dürften. In den Fällen ist ein Server ohnehin vorhanden und die Implementation kein größeres Problem. Primär sind es Dienste wie Instant Messenger die von der neuen Push-Funktionalität profitieren werden, diese haben ohnehin schon ein funktionierendes Serversystem.

Push Notifications ermöglichen es Apps, Nachrichten abzurufen, ohne dass der Nutzer dafür selbst eine Abfrage starten muss. Dies ist vor allem für Instant Messenger und Mailprogramme eine gute Sache, da die Apps für diese Funktion nicht laufen müssen und anstatt dessen alles im Hintergrund abläuft. Vorteil: Mobile Endgeräte verbrauchen dadurch beträchtlich weniger Strom. Push Notifications sollen mit dem iPhone OS 3.0 zur Verfügung stehen, Voraussetzung ist, dass die jeweiligen Entwickler ihre Apps dafür umprogrammieren.