iOS 13.7 und iPadOS 13.7 veröffentlicht: Covid-19-Nachverfolgung noch einfacher

Apple hat am Abend eine neue Version seines Betriebssystems für die Allgemeinheit veröffentlicht. Sie steht Nutzern von iPhone, iPod touch und iPad zum Download bereit. Auffälligste Neuerung für iPhone-Nutzer ist eine einfachere Integration der Covid-19-Nachverfolgung. iPad-Nutzer erhalten in erster Linie Fehlerbehebungen.

iOS 13 auf dem iPhone, Bild: Apple

Erst vergangene Woche veröffentlichte Apple ohne große Ankündigung die erste Beta-Version des Updates auf iOS 13.7 und iPadOS 13.7. Das Update hat die Buildnummer 17H33.

Das Nachverfolgen einer Coronavirus-Infektion funktioniert nun auch ohne spezielle App. Damit sollen vor allem Barrieren für die Nutzung abgebaut werden.

Das ist neu in iOS 13.7

Apple selbst hatte die Veröffentlichung für heute angekündigt. Zusammen mit Google hat man nun also ein Express-System zur Covid-19-Nachverfolgung integriert. Gesundheitsämter und andere Institutionen müssen nun keine eigene App mehr anbieten, um am Warnsystem mitwirken zu können.

Institutionen partizipieren mit wenig(er) Aufwand

Tatsächlich reicht es den Organisationen nunmehr aus, eine Konfigurationsdatei zu speichern, und diese an Apple (oder Google im Fall von Android) weiterzuleiten. Die anonymen Daten sammeln Google und Apple verschlüsselt nach wie vor nach dem bisherigen Algorithmus „für“ die jeweiligen Organisationen. Je nachdem wo eine Organisation ansässig ist, bekommen Nutzer dann die Möglichkeit per „Opt-in“ an der Sammlung/Weitergabe der Daten zu partizipieren.

Über die Konfiguration können die Gesundheitsorganisationen auch die Aufzeichnung der Daten kontrollieren und die Schritte anweisen, die Betroffene im Fall einer direkten Infektion oder einer Zusammenkunft mit einer infizierten Person unternehmen müssen.

Behörden sparen Geld, Barrieren werden abgebaut

Unter dem Strich sparen Apple und Google vor allem kleinen Ländern oder solchen mit wenig Ressourcen auf diese Weise viel Geld.

Deutschland hätte die Telekom und SAP nicht engagieren müssen, um eine App rund um die Infektionsnachverfolgungsschnittstelle zu bauen. Allerdings hätte man so einen zeitlichen Vorsprung verloren und nicht bereits rund 18 Millionen Nutzer in Deutschland.

Deutschland gehört mit zu den 25 Staaten, die eine eigene App betreiben. Apple und Google zufolge repräsentieren diese 25 Staaten etwas mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, 55 Prozent um genau zu sein. Doch es geht nun auch darum, den übrigen beim Schutz zu helfen.

Nutzer haben die Wahl

Nutzer können ihrerseits die Covid-19-Nachverfolgung direkt in der Einstellungen-App des iPhones aktivieren.

Das kann iPadOS 13.7

Neben iOS 13.7 gibt es auch iPadOS 13.7. Doch das Tablet-Betriebssystem enthält nicht die Schnittstelle zur Nachverfolgung von Coronavirus-Erkrankungen. Sie ist darin nicht eingebaut. Entsprechend gibt es für iPad-Nutzer mit dieser neuen Veröffentlichung in erster Linie Fehlerbehebungen.

iOS 13.7 herunterladen (IPSW-Dateien)

Das Update steht Nutzern natürlich auch direkt auf den Geräten zur Verfügung. Doch der Vollständigkeit halber präsentieren wir auch die direkten Downloadlinks.

iPadOS 13.7 herunterladen (IPSW-Dateien)