App Store: Apple lehnt Tweetie 1.3 wegen F-Wort in Twitter-Trendliste ab

Bevor neue (bzw. Updates bestehender) Programme im App Store landen, werden sie von Apple nicht nur auf die Einhaltung der technischen Vorgaben überprüft. Auch die kleinste Anstößlichkeit führt zur Ablehnung. Das jüngste Opfer ist Version 1.3 von Tweetie, einem Twitter-Client für das iPhone, der sich nicht nur in der Macnotes-Redaktion großer Beliebtheit erfreut. Der Grund für die Ablehnung in diesem Fall ist allerdings besonders absurd.

Tweetie - Screenshot

Die Sittenwächter aus Cupertino beanstandeten allen Ernstes, dass bei Tweetie in der Liste der aktuell angesagten Twitter-Themen das Wort „FuckItList“ auftauchte. Das zeugt zum einen von ausgeprägter Kleingeistigkeit, vor allem aber von Ahnungslosigkeit: Die Trend-Liste wird von Twitter automatisch erstellt, verändert sich ständig und ist nicht Teil des Programms. Mit derselben Argumentation müsste Apple das iPhone auch ohne Mobile Safari ausliefern, schließlich könnte man damit ja auf Porno-Webseiten stoßen.

Dieser neue Fall ist nur der skurrilste in einer schier endlosen Reihe von schwer nachvollziehbaren Entscheidungen der App Store Kontrolleure. Er zeigt, dass das Sittenwächter-Konzept angesichts von mittlerweile rund 25.000 Programmen im App Store auf Dauer nicht funktionieren kann. Während Steve Jobs die Regeln Anfang 2008 noch recht eindeutig mit „no porn, no malicious software“ definierte, sind die Kriterien inzwischen so schwammig geworden, dass selbst die sorgfältigsten Entwickler Gefahr laufen, an der Einlasskontrolle zu scheitern.

Zwar lenkte Apple dann doch noch ein: Ab sofort ist Tweetie 1.3 für alle verfügbar. Das Update bringt den Sprachsupport für Deutsch und Russisch, außerdem gibt es jetzt Support für ping.fm.