Mac mini: Längst überfälliges, aber teures Update

Wir haben euch heute nachmittag bereits eine kurze Zusammenfassung gegeben, welche Neuerungen die Updates von iMac, Mac mini und Mac Pro so mit sich gebracht haben. Vor allem beim über anderthalb Jahre alten Mac mini war ein Update schon seit langem im Gespräch. Erst zur Macworld gab es wieder Gerüchte um einen runderneuerten Mac mini. Nun ist er also da, aber weniger spektakulär als von vielen erhofft und erwartet.

Rückseite des Mac mini (02/2009), Bild: Apple

Standardmäßig haben beide Varianten des Mac mini einen 2,0 GHz Intel Core 2 Duo eingebaut (bisher waren es 1,83 bzw 2,0 GHz). Der Systembus ist allerdings merklich schneller: Waren es bisher 667, gibt es jetzt 1066 MHz. Optional kann man sich den mini auch mit einem 2,26 GHz-Prozessor ausstatten lassen.

Anstatt einer Intel GMA 950 laufen jetzt beide Mac mini mit einem NVIDIA GeForce 9400M-Chip, der in den meisten Apple-Geräten mittlerweile Standard ist.

Etwas enttäuschend ist die Festplattensituation: Lediglich eine 120GB-SATA-Festplatte wurde dem mini in der günstigeren Variante gegönnt, während das teurere Modell von Haus aus über 320GB Speicherplatz verfügt.

Auch in Sachen RAM war Apple sparsam: Lediglich über 1 GB RAM verfügt der günstigere mini, während das teurere Modell 2 GB eingebaut hat. Maximal lässt sich der mini auf 4GB aufrüsten.

Neu ist das obligatorische 8-fach-SuperDrive-Laufwerk, welches bisher nur im teureren Modell verfügbar war.

Wo bisher 4 USB-2.0-Ports und ein FireWire 400-Port zur Verfügung standen, gibt es jetzt 5 USB-Ports und einen FireWire 800-Anschluss. Außerdem steht jetzt neben dem Mini-DVI-Anschluss ein Mini DisplayPort zur Verfügung. Damit lässt sich der mini jetzt auch mit den neuen LED Cinema Displays benutzen, von denen bisher nur Nutzer aktueller Unibody-Notebooks profitieren konnten.

Ebenso wie die Notebook-Reihe gehört auch der mini jetzt in die Rubrik „Grüner Mac“. Alle internen Kabel sind ohne PVC, auf bromhaltige Flammschutzmittel wurde verzichtet, das Gerät ist außerdem Energy Star-konform. Insgesamt soll er bis zu 45% weniger Strom verbrauchen als sein Vorgänger.

Insgesamt ist das Update des Mac mini nicht überragend, sondern eher im Rahmen des lange Überfälligen. Für knapp 600 Euro bekommt man einen zwar durchaus passablen, aber für die Ausstattung meines Erachtens zu teuren Rechner; bisher kostete das Einsteigermodell nur 499 Euro. Besonders überraschend ist der große Preisunterschied zwischen Basismodell und dem Topmodell: Für 200 Euro mehr gibt es lediglich 200GB mehr Festplattenspeicher und 1GB mehr RAM, alle anderen Hardwarekomponenten sind gleich.

Mehr über kg:

Erst Atari-Besitzer, dann ab Mitte der Neunziger Apple-User, angefangen mit einem Performa 5200, jetzt MacBook-Nutzerin.

Metadaten
  • Geschrieben am: 3. März 2009
  • Zuletzt aktualisiert am: 2. März 2021
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