iMac: Einsteiger-Mac, der vor allem seinen Preis hat

Als "All-in-One-Computer für alle" bezeichnet Apple selbst den neuen iMac auf der Infoseite. Ausstattungstechnisch mag dies der Fall sein, preislich überrascht Apple aber: Kostete das kleinste iMac-Modell bisher knappe 1000 Euro, schlägt der Einsteiger-iMac mit 1099 € zu Buche.

iMac (2008), Bild: Apple

Wir haben euch bereits berichtet, welche Neuerungen die neuen iMacs mit sich bringen, jetzt folgt ein genauerer Blick auf die Unterschiede zwischen alten und neuen iMacs.

Ja, der Einsteiger-iMac ist teurer geworden. Allerdings ist die Ausstattung des 20″-Modells jetzt auch verbessert worden, eine Tatsache, die einige sicher freuen dürfte.

Anstatt 2,4 GHz hat der kleinste iMac nun 2,66 GHz im Gehäuse. „Der kleinste iMac“ trifft es dabei sehr gut: Nur das Modell für 1099€ besitzt ein 20″-Display, alle anderen wurden mit 24″ Bildschirmdiagonale ausgestattet.

Waren bisher die Grafikchips von ATI, steckt nun in allen iMacs ein Chip von NVIDIA, bei den zwei günstigeren ein NVIDIA 9400M, beim 2,93 GHz-Modell eine NVIDIA GeForce GT120 (früher bekannt als 9400 GT), und beim Topmodell mit 3,06 GHz eine NVIDIA GeForce 130 (auch bekannt als GeForce 9600 GT). Optional besteht bei den beiden größten Modelle außerdem die Möglichkeit, eine ATI Radeon HD 4850 einbauen zu lassen.

Aufgestockt wurde auch der Festplattenspeicher: Von 320GB bis 1TB reicht die Spanne vom günstigsten bis zum teuersten Modell.

Während das kleinste Modell mit 2GB RAM ausgestattet ist, wurde den 24″-Modelle 4 GB RAM verpasst. Maximal lassen sich in den iMac künftig 8GB RAM einbauen, bisher lag das Maximum bei 4 GB.

Auch die iMacs verfügen ab sofort über einen Mini DisplayPort-Anschluss, der Unterstützung für DVI-, Dual-Link-DVI und VGA-Video mitbringt. Dafür werden allerdings die üblichen Adapter benötigt.

Waren bisher drei USB 2.0-Anschlüsse Standard, sind es nun vier, außerdem wurde der FireWire 400-Anschluss ausgebaut, künftig gibt es nur noch einen FireWire 800-Anschluss.

Standardmäßig kommt mit dem iMac jetzt das heute ebenfalls erschienene neue, kabelgebundene Apple Keyboard ohne Ziffernblock, das vom Tastenlayout dem Bluetooth-Keyboard gleicht.

Alles in Allem war das Update der iMac-Reihe vor allem eine logische Angelegenheit. Vor allem die Auffrischung mit aktuelleren Grafikchips war hinsichtlich des demnächst erscheinenden Snow Leopard fast schon reine Formsache. Man kann Apple allerdings einen Vorwurf machen: Mit einem um 100 Euro höheren Einstiegspreis für den iMac tun sie sich und den potentiellen Umsteigern sicher keinen Gefallen. Darüber kann auch die bessere Hardware nicht hinwegtäuschen.