iPhone-Wörterbuch: Neue Wörter beibringen, per File und per Safari

iPhone 3G, Bild: Apple

Die Autokorrektur des iPhone ist Quelle einer der beliebtesten „Bug oder Feature“-Diskussionen. Mehr „Feature“ wird das Dictionary, wenn man ihm eigene Wörter beibringen kann. Nicht nur über den Umweg Adressbuch funktioniert das – auch Safari bringt dem iPhone neue Begriffe bei. Jailbreaker können zudem eine Textdatenbank editieren, in der das iPhone neu gelernte Wörter abspeichert.

Das ist noch immer nicht der Gipfel der Userfreundlichket, aber definitiv eine Alternative zu bisherigen Methoden. Immerhin, nach ersten frustrierten Userreaktionen und Workarounds konnte man die Autokorrektur abschalten. Wörter beibringen kann man dem iPhone auch über entsprechende Einträge unter den Kontakten. Eleganter geht es nun wahlweise via Safari und Google-Suche, Jailbreaker können darüber hinaus direkt ein Dictionary-File editieren.

Erica Sadun entdeckte die seltsame Hintertür zum Wörterlernen fürs iPhone: während das Gerät in fast allen Applikationen vehement ignoriert, dass der Benutzer auf einer unkorrigierten Schreibweise besteht, gilt für die Google-Suche via Safari offenbar eine Ausnahme. Begriffe, die via Google-Eingabefeld im mobilen Safari-Browser des iPhone eingegeben werden, landeten umgehend im Wörterbuch des iPhones, so Saduns Beobachtung. Die Lernfähigkeit scheint mit der Firmware 2.2 Einzug aufs Apple-Handy gefunden zu haben.

Wer vor drastischeren Eingriffen ins Innenleben des iPhone nicht zurückschreckt, kann indes einfach ein Textfile editieren, in dem das iPhone neu erkannte Wörter abspeichert. Jailbreaker begeben sich zum Verzeichnis /private/var/mobile/Library/Keyboard/ und finden dort ein File namens dynamic-text.dat (bzw. fürs deutsche Wörterbuch das Filke de_DE-dynamic-text.dat. Es handelt sich um eine schlichte, mit Leerzeichen getrennte Wortliste im Textformat, die mit dem Editor der Wahl behandelt bzw. ergänzt werden kann.

Verglichen mit der Kontakte-Lösung definitiv ein Fortschritt – warum diesbezüglich noch immer keine ordentlichen Bordmittel zur Verfügung stehen, die den Eindruck machen, von Apple auch als solche gedacht zu sein, bleibt unverständlich, Nach wie vor dürfte eine selbstlernende und einigermaßen intelligente Dictionary-Funktion eine der meisterhofftesten Features für die 2.3-Firmware sein. Wann immer die auch kommen mag.

Mehr über rj:

Berufsbedingt auf iPhone und Macbook Pro gewechselt und pflegt seitdem ein stetig wachsendes Faible fürs iPhone wie auch eine gewisse Distanz zum Macbook. Nutzt ungeniert auch Linux und Windows, was ihn nicht davor schützt, gelegentlich Fanboy geschimpft zu werden.

Metadaten
  • Geschrieben am: 23. Januar 2009
  • Zuletzt aktualisiert am: 2. März 2021
  • Wörter: 300
  • Zeichen: 2432
  • Lesezeit: 1 Minuten 18 Sekunden