Die iPhone Autokorrektur

Viele iPhone-Benutzer verzweifeln tagtäglich an der Autokorrektur. Möchte man eine E-Mail, SMS oder nur eine kurze Notiz verfassen, so ist man oftmals genervt von den skurrilen Vorschlägen der iPhone-Autokorrektur. Besonders leidgeprüft sind deutsche Benutzer. Man könnte annehmen, dass die deutsche Sprache zu 90 Prozent aus Umlauten besteht. Denn immer wieder wird als Korrektur ein Wort mit ä, ü und ö vorgeschlagen.

iPhone 3G, Bild: Apple

Der Umlaut-Bug

Markus Schapdick sammelt ebensolche Sprachverwirrungen. Der Bitte um Vervollständigung seiner Liste kommen die Leser gerne nach. Der Autor möchte irgendwann diese Aufstellung nach Cupertino senden, in der Hoffnung, dass Apple die Fehler korrigiert.

Tastatur auf Lettisch

Ganz und gar abschalten kann man die Autokorrektur, wenn man die Tastatur auf die lettische Sprache umstellt. Einfach unter „Einstellungen“ > „Allgemein“ > „Tastatur“ > „Internationale Tastaturen“ die lettische Tastatur aktivieren und schon ist die Autokorrektur ausgeschaltet. Für die lettische Sprache gibt es keine Autokorrektur und somit auch keine Vorschläge.

Ausschalten per Programm

Das Programm iFuntastic bietet die Möglichkeit bei Nutzung der deutschen Tastatur die Autokorrektur zu deaktivieren. Allerdings ist diese Lösung nicht geeignet, wenn man mal eben zwischendurch die Autokorrektur an- bzw. ausschalten möchte. Das iPhone muss jedesmal mit dem Mac verbunden werden und das Programm de- oder aktiviert die Funktion. Netter Nebeneffekt von iFuntastic: es lassen sich allerlei andere Einstellungen damit bearbeiten. So kann das Programm den Homescreen „pimpen“ und Klingeltöne verwalten. Der Name des Mobilfunkanbieters kann ebenfalls verändert werden. Alles ganz ohne Jailbreak.

iPhone Autokorrektur Petition

Eine Schweizer Initiative sammelt derweil Unterschriften für einen simplen Software-Schalter. Ganz persönlich wird Steve Jobs darum gebeten, seinen Entwicklern „grünes Licht“ für die Integration eines Schalters zu geben, um die ungeliebte Autokorrektur auszuschalten (Das sollte ja nicht mehr als 20 Sekunden benötigen, so die Autoren). Initiiert von der Werbeagentur Frühjahr haben bisher über 16.000 iPhone-Nutzer in einer Online-Pedition ihrem Wunsch bekräftigt, zukünftig die Autokorrektur auf ihrem Gerät deaktivieren zu können. Die Aktion läuft noch bis zum 30. September 2008. Danach werden die Wortmeldungen an Apple übersandt. Ob Steve Job daraufhin wirklich mit seinem Entwicklungsteam spricht, steht wohl auf einem andern Blatt.

Wir meinen…

Ganz schön peinlich, was sich Apple da leistet. Bei jedem zweiten Wort, das wir auf der Touchscreen-Tastatur unseres iPhones tippen, meldet sich die Autokorrektur meist mit falschen Vorschlägen zu Wort. Oftmals sollen wir dann obskure Wörter mit Umlaut einfügen. Das Wegklicken der Vorschläge kostet Zeit und Nerven. Wir wünschen uns daher auch den Schalter in den Einstellungen, der dem Oberlehrer aus Cupertino das Wort verbietet. Wichtiger erscheint uns allerdings eine intelligente Autokorrektur, die sich unserer Sprache anpasst und hinzu lernt. Auch einen Editor für das Wörterbuch steht ganz weit oben auf unserer Wunschliste. Das kann doch nicht so schwer sein, Steve?!