No, we can’t: Neue Regierung trifft auf alte Technik

Wie technik-affin Barack Obama ist, wissen wir spätestens seit dem Präsidentschafts-Wahlkampf. Sowohl das Wahkampfteam als auch der mittlerweile frischgebackene Präsident zeigten sich hier und da mit Apple-Notebooks und waren in Social Networks aktiv.

Barack Obama, Foto: Elizabeth Cromwell via Wikimedia (CC BY-SA 3.0).

Die Vereidigung Obamas ist gerade mal knapp zwei Tage her, und schon steht die neue Verwaltung vor einem nicht unerheblichen Problem: Der Technik in den Büros des Weißen Hauses. Dort befinden sich aktuell nämlich primär Windows-PCs mit Microsoft Office 2003. Und Laptops sind auch rar gesät.

Problematisch ist diese Situation insofern, als dass die neue Website des Weißen Hauses mit dieser Technik nicht auf dem neuesten Stand gehalten werden kann, ebensowenig wie zum Beispiels Videos bearbeitet werden können. Obama-Sprecher Bill Burton fand dafür eine schöne Beschreibung: „Es ist wie von einer Xbox auf einen Atari umzusteigen.“

Es sind aber nicht nur die Computer selbst, die dem neuen Team zu schaffen machen: Telefonleitungen sind teilweise nicht benutzbar, die Sicherheitsbestimmungen im Weißen Haus machen es außerdem unmöglich, E-Mails von normalen Postfächern abzurufen, und auch die Benutzung von Netzwerken wie Facebook ist untersagt. Harte Fakten für eine Regierungsmannschaft, die im Vorfeld alles anders gemacht hat und auch während Obamas Amtszeit die offene Kommunikation mit Anhängern und Interessierten pflegen wollte.

Ein Grund für die technische Situation im Weißen Haus: Sämtliche Datensätze der verwendeten Computer müssen für das Nationalarchiv aufbewahrt werden, verschiedene Kommunikationswege (E-Mail abseits der whitehouse.gov-Adressen, Instant Messages, Twitter) sind aus Sicherheitsgründen gesperrt. Es wird einen Weg geben, die vorhandenen Macs in das bestehende System einzupflegen, aber das kann dauern. Bis dahin wird es auf der nagelneuen Website des Weißen Hauses vermutlich etwas ruhiger zugehen.