Flash auf dem iPhone: Warum es nichts werden könnte

Adobe hätte eine Flash-Plattform für das iPhone bereits in der Schublade, nur gibt es gute Gründe, selbige auch exakt dort zu lassen. Nachdem Flash doch recht sehnsüchtig erwartet wird, folgt eine kalte Dusche Pessimismus.

iPhone 3G, Bild: Apple

Bei Apple liege die Entscheidung, die Multimedia-Plattform auch auf das iPhone zu bringen. Die sei indes bereits längst gefallen: Wired verweist auf die iPhone-SDK, die explizit den Download von interpretiertem Code untersagt, der in anderen als von Apple zur Verfügung gestellten APIs läuft. Das passt auf Flash.

Mit der Flash-Plattform würde sich Apple auch eine Konkurrenz ins eigene Boot holen, die dort gelinde gesagt unerwünscht ist: auf der Multimediaplattform könnten nach Belieben Spiele und Applikationen laufen, die an Apples App Store-Infrastruktur vorbei für das iPhone vertrieben werden. Dasselbe gilt für Filme und Musik, die dann via Flash auf das iPhone kommen könnten, anstatt wie vorgesehen via iTunes.

Abgesehen davon wird Flash auch als Sicherheitsrisiko betrachtet: Applikationen könnten sich nach Belieben bei den knappen Hardwareressourcen des iPhone bedienen und damit für Ärger beim Kunden sorgen. All diese Faktoren zusammen sprechen in der Tat eine deutliche Sprache: dass Adobes‘ Multimedia-API je auf das iPhone kommt, scheint in der Tat eher unwahrscheinlich.

Jedenfalls in offizieller Form. Ob und wie Türen über Jailbreak geöffnet werden könnten, wird die Zukunft zeigen. Klar wäre aber auch dann, dass Flash ohne den Segen Apples laufen wird, die Nutzer folglich auf eigene Gefahr die Multimedia-Alternative an den Start bringen werden müssen. Dass davor jedoch ein Gutteil der User nicht zurückschreckt, zeigt der doch recht große Anteil an iPhones mit Jailbreak, die mittlerweile in Verwendung sind.