Interview mit mir selbst – S7M #60

Manche Menschen haben es offenbar gar nicht so gerne, wenn man ihnen Fragen stellt. In dieser Episode des Macnotes-Podcasts Sajonaras 7 Minuten spreche ich über das leidige Thema Interviews. Wieso wir auf der Website noch nicht mehr davon haben, und weshalb sich manche Firmen so anstellen, wenn man sie etwas jenseits des Marketing-Prospekts fragt, erfahrt Ihr in Episode 60.

Interview mit mir selbst, Bild: CC0

Es ist ein leidiges Thema bei Macnotes, aber vermutlich auch in anderen Redaktionen: Interviews.

Als Leser habe ich interessante Interviews geliebt, die Fragen jenseits des Tellerrands gestellt haben. Sobald ich selbst dazu in der Lage war, habe ich versucht, auch interessante Fragen zu stellen. Das verlief nicht immer ohne Reibungsverlust. Als ich beispielsweise 2007 ein Interview mit zwei Verantwortlichen von „Die Presse“ veröffentlicht. Das gefiel „Don Alphonso“ nicht, der seine Kunstfigur darin angegriffen sah. Zur Erläuterung: Seinerzeit hat Don Alphonso noch gerne über das StudiVZ und andere Internetmedien gelästert und Enthüllungen verbreitet. Während die Kritik der Kunstfigur an den sozialen Netzwerken und deren Betreibern in Teilen sogar berechtigt war, ging es trotzdem irgendwann in eine zu einseitige Richtung.

Als SelfHTML unter atmosphärischen Störungen litt und vor dem Aus stand, führte ich ein Interview. Ich mischte mich in Sexismus-Debatten in der Blogosphäre ein, wollte aber auch von Start-ups wissen, wie sie sich gegen die Konkurrenz zur Wehr setzen möchten. Ich sprach aber auch mit App-Store-Entwicklern und war mir nicht zu schade, große Publisher in den ersten Jahren von Apples Smartphones zu fragen, ob die Plattform Potenzial hat. Mit manchen Firmen sprach ich mehrfach, und stellte Veränderungen fest. Einmal musste ich nachträglich die Überschrift von einem Interview anpassen, weil ein großer Spielepublisher sie zu reißerisch fand. Ich bin aber eben kein Unmensch, und wenn jemand Fragen nicht beantworten möchte, dann braucht er das nicht.

Umso enttäuschender ist es, wenn ich Anfragen stelle, wenn ich Zeit investiere, um die Produkte oder Firmen zu recherchieren und dann am Ende das Interview gar nicht zustande kommt. Es enttäuscht vor allem, wenn es schon eine Zusage gab. Auch das ist kein neues Phänomen, sondern das kenne ich aus den frühen Jahren unter anderem im Fall von Martin Perscheid.

Interviewangebot

Im Podcast erfahrt Ihr Details zum Umgang mit Interviews aus der jüngeren Zeit und wer gerne interviewt werden möchte, der kann sich natürlich an uns wenden. Wir versprechen aber nicht, die Samthandschuhe anzuziehen.

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