WristMac bei Auktion: Seiko-Armbanduhr für $100.000?

Auf einer eigentlich als Comic-Auktionshaus bekannten Online-Plattform namens Comic Connect steht nun die Seiko WristMac aus dem Jahr 1988 zur Versteigerung. Der Betreiber der Plattform rechnet womöglich mit Geboten von bis zu 100.000 US-Dollar.

WristMac, Bild: Commic Connect

WristMac ist womöglich sogar die erste „Apple Watch“, und dabei stammt sie nicht einmal vom iPhone-Hersteller selbst. Das Produkt wurde im Jahr 1988 von Seiko und Ex Machina vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Produkt, das den damaligen LCD-Armbanduhren von Casio und anderen ähnelt.

WristMac eine „smarte Watch“ für den Mac

Doch das Produkt war ein Vorläufer moderner Smartwatches. Im konkreten Fall konnte man bei WristMac Telefonnummern und Notizen mit dem Mac synchronisieren. Seinerzeit musste man die Uhr an den Mac anschließen und wurden die Notizen als Textdateien exportiert. Weiterhin konnte die Armbanduhr auch einfache und wiederkehrende Wecker einstellen.

Uhr schon im All gewesen

Zwar ist es von dem zur Auktion stehenden Produkt nicht bekannt, doch im Jahr 1991 nutzten NASA-Astronauten eine WristMac, um mit dem Macintosh Portable und der Apple Link Software zu kommunizieren, die zu der Zeit im Space Shuttle „Atlantis“ verbaut waren.

Auktion bis Ende Dezember

Bis kurz vor Weihnachten läuft die Auktion auf Comic Connect noch. Derzeit (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels) steht das Höchstgebot bei knapp 1.000 US-Dollar. Comic Connect Betreiber Stephen Fishler erwartet, dass die Auktion tatsächlich bis zu 100.000 US-Dollar erzielen könnte.

Das vorhandene Produkt wird im Originalkarton versteigert, der jedoch schon geöffnet wurde. Enthalten ist außerdem das Booklet, eine Registrierungspostkarte, und eine Diskette für die Verwendung auf alten Macintosh-Computern. Auf der Diskette ist die WristMac-Software in der Version 1.2 enthalten.

Wir haben eine Interview-Anfrage an Comic Connect gestellt, um mehr über die Hintergründe der Auktion zu erfahren. Immerhin ist es nicht üblich, dass dort andere Dinge als Comics oder Comic-verwandte Produkte versteigert werden.