Apple M1 Pro und M1 Max vorgestellt

Einige von Apples verantwortlichen Mitarbeitern aus dem Hardware-Bereich stellten am Abend neben den neuen MacBook Pro Modellen auch die darin enthaltenen Chips im Detail vor. Das wollen auch wir nun tun, und den Apple M1 Pro und Apple M1 Max ein wenig genauer vorstellen.

Apple M1 Pro und M1 Max

In eingeweihten Kreisen wird so eine Beschreibung von Hardware gerne mal als „Hardware-Pr0n“ bezeichnet. Denn Fans von Daten und Zahlen können eigentlich nicht genug davon bekommen.

Vorweg sei erwähnt, dass die Chips auf der M1-Architektur aufsetzen. Apple betont, dass die Leistung sowohl an der Steckdose als auch im Batteriebetrieb geboten wird. Genau das haben bereits Tests des M1 MacBook Pro oder MacBook Air gezeigt. Diese Laptops bieten einen Leistungsvorsprung gegenüber vielen Konkurrenten, selbst wenn sie nicht an der Steckdose hängen.

Apple M1 Pro

Den Anfang machte zunächst der Apple M1 Pro. Es handelt sich dabei um ein System on a Chip (SoC) mit integrierter CPU und GPU.

Der M1 Pro bietet eine Speicherbandbreite von bis zu 200 GB pro Sekunde und erlaubt die gemeinsame Nutzung von bis zu 32 GB Arbeitsspeicher für GPU und CPU. Apple bietet zwei Varianten des Chips an. Einen mit 8 CPU-Kernen und 14 GPU-Kernen oder mit 10-CPU-Kernen und 16-GPU-Kernen an.

Der M1 Pro bietet 33,7 Milliarden Transistoren und soll laut Apple mehr als doppelt so schnell sein wie der M1. Der M1 Pro sei laut Apple 1,7 mal so schnell in seiner CPU-Leistung wie moderne 8-Kern-Intel-Laptops, verbraucht gleichzeitig aber 70 Prozent weniger Strom.

Die GPU im M1 Pro sei doppelt so schnell wie im M1 und siebenmal schneller als die schnellste am Markt befindliche „integrierte“ Grafiklösung in PC-Laptops. Auch in diesem Fall liefert der M1 Pro diese Leistung bei 70 Prozent geringerem Energiebedarf als die Konkurrenz.

Apple M1 Max

Mit dem M1 Max geht Apple noch einen Schritt weiter. Denn das SoC (5 nm) bietet eine Speicherbandbreite von bis zu 400 GB pro Sekunde und unterstützt bis zu 64 GB gemeinsam genutzten Arbeitsspeicher. Apple lässt sich nicht nehmen zu betonen, dass selbst neuste, am Markt befindliche Laptops nur 16 GB Videospeicher bieten und man diese Grenze nun durchbricht. Gerade für grafikintensive Aufgabe sei dies von enormem Vorteil.

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CPU Performance des M1 Pro/Max im Vergleich mit Energiebedarf
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GPU Performance des M1 Max im Vergleich mit Energiebedarf
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M1, M1 Pro und M1 Max im Vergleich

Den M1 Max gibt es ebenfalls in zwei Varianten, wahlweise mit 24- oder 32-Kern GPU. Beide Versionen nutzen ansonsten jeweils einen 10-Kern-CPU und bieten eine Neural Engine mit 16 Kernen. Die Grafikleistung im M1 Max erzielt Apple bei 40 Prozent weniger Energiebedarf als in vergleichbaren Laptops. Apple spricht von 100 Watt weniger als bei anderen High-End-Laptop-Grafikchips.

Der SoC bietet sogar 57 Milliarden Transistoren.

Beschleuniger-Chips und solches fürs Maschinenlernen

Beide Prozessoren bieten neben der CPU und der GPU noch weitere „Abteilungen“. So gibt es die NeuralEngine, die spezielle Aufgaben fürs Maschinenlernen beschleunigt. Sie verfügt in beiden Chips über 16 Kerne.

Apple bietet im M1 Pro aber auch einen ProRes-Beschleuniger-Chip und im M1 Max sogar gleich zwei. Dies bedeutet, dass die Arbeit mit 8K-Videomaterial im ProRes-Format auf den Geräten deutlich beschleunigt wird. Apple gibt an, sie sei beim M1 Max zum Teil bis zu zehnmal so schnell wie beim vorherigen 16 Zoll MacBook Pro mit Intel-Prozessor.

Selbst für die Verwaltung und Steuerung von externen Monitoren gibt es einen extra Chip in dem SoC, der deutlich weniger Strom verbraucht und so nicht die Leistung der GPU anzapft.

Chips 2022 auch in anderen Macs?

Am heutigen Abend präsentierte Apple lediglich neue MacBook Pro, die im Design ein wenig an die alten Apple PowerBooks erinnern. Aller Voraussicht nach können Interessenten sich darauf einstellen, dass die Chips im kommenden Jahr auch in einem 27 Zoll iMac und einem schnelleren Mac mini Modell Einzug halten werden.

In den kommenden Tagen dürften außerdem erste Benchmarks zu den neuen Macs veröffentlicht werden. Macnotes wird auch darüber ausführlich berichten.

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