AirPods 3: Fertigung in China statt Vietnam?

iPhone und AirPods, Bild: CC0
Apple lässt die AirPods der 3. Generation in China und nicht in Vietnam produzieren. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Branchenmagazins Nikkei Asia hervor. Grund für die Entscheidung seien anhaltende Disruptionen durch Covid-19. Der iPhone-Hersteller ist bekannt dafür, seine Zuliefererkette möglichst breit aufzustellen, tut dies schon seit Jahrzehnten. Apple testete außerdem bereits 2020 die Fertigung der AirPods auch in Vietnam. Ansässige Firmen investierten in den Ausbau von Kapazitäten. Entsprechend wurde gemutmaßt, die kommende Generation der AirPods würde in Vietnam gefertigt. Im Dezember hieß es, die AirPods Max würden dort zusammengebaut. Doch zumindest das in der Redaktion vorhandene Modell weist nicht darauf hin. Im Ohrhörer und auf der Verpackung finden sich Hinweise „Assembled in China“.

Covid-19 disruptiv

Stattdessen kam es aber immer wieder zu Problemen im Kontext der weltweiten Coronavirus-Pandemie. An Produktionsstandorten sollten Unternehmen sogar Covid-19-Impfstoff vorhalten. Diese Maßgabe der lokalen Regierung gingen auch darauf zurück, dass Ausbrüche der Erkrankung häufig auf Firmengelände als Hotspots zurückgingen. Nun heißt es von Nikkei Asia, dass Apple vorerst die nächste Generation der AirPods weiterhin in China fertigen wird. Man beruft sich auf zwei anonyme Quellen, die mit der Situation vertraut seien.

Verschiebung von Produktionsstandorten schwierig

Darüber hinaus erfahren wir von Nikkei Asia, dass es ebenfalls Probleme bei der Verschiebung von Produktionsstandorten für MacBooks und iPads gab. Apple und dessen Zulieferer wollten Teile der Produktion ebenfalls von China nach Vietnam verlagern. Doch Spannungen zwischen den Ländern und verstärkte Grenzkontrollen und bürokratische Maßnahmen hätten Lieferketten unterbrochen und den Vorgang verzögert.

Pixel 6 noch nicht in Vietnam

Auch Google wollte, so Nikkei Asia, die Produktion des Pixel 6 Android-Smartphones nach Vietnam verlagern. Das Unternehmen lässt die Geräte jedoch weiterhin in Shenzhen zusammenbauen.