iPad Pro mit M1-Chip und 5G von Apple vorgestellt

Am Abend präsentierte Apple ein neues iPad Pro. Das Unternehmen stattet das Tablet mit neuer Technik aus, allen voran einem Prozessor, der nicht nur auf Augenhöhe mit den aktuellen M1-Macs ist, sondern tatsächlich der gleiche Prozessor ist. Darüber hinaus spendiert man dem Gerät 5G-Support und in der 12,9 Zoll-Variante auch eine Display-Technologie, die auf dem Level des Pro Display XDR rangiert.

Neues iPad Pro mit M1-Prozessor

Ob Apple aus der Not eine Tugend macht, und seinen M1-Prozessor in möglichst vielen Geräten unterbringt, weil die Fertigung anderer Prozessoren momentan zu Engpässen führen würde, wissen wir nicht. In jedem Fall ist es betriebswirtschaftlich von Vorteil für den Konzern aus Cupertino. Denn neben Mac mini, MacBook Air und MacBook Pro 13 Zoll stattet es nun auch den iMac 24 Zoll und eben das iPad Pro mit dem gleichen Chip aus.

Technisch aufgewertet, mit Thunderbolt

Die neuen Geräte sind allein wegen des M1-Prozessors ein riesiger Sprung. Doch Apple holt aus den Tablets noch mehr raus. Denn statt einem einfachen USB-C-Anschluss kann das Unternehmen bei den Tablets nun dank des M1-Prozessors auch auf Thunderbolt zurückgreifen. Das macht vor allem diejenigen Nutzer und Nutzerinnen froh, die gleichzeitig mobil sein wollen, trotzdem aber immer mal Zubehör anschließen möchten. Die Vielfalt von Thunderbolt ist deutlich umfangreicher als diejenige von USB 3.0 Typ C, die Apple in der vorherigen Generation nutzte.

Option auf 5G, bis zu 2 TB Speicher, bis zu 16 GB RAM

Statt LTE gibt es beim neuen iPad Pro auch die Option auf 5G als Mobilfunkschnittstelle.

Dazu bietet Apple ebenfalls dank des neuen SoC im Gerät die Unterstützung von bis zu 2 TB Speicher an. Von der Speicherkapazität hängt auch ab, wie viel RAM das Tablet bekommt. Kauft man ein Modell mit 128, 256 oder 512 GB Speicher, bekommt man 8 GB RAM. Bei den Modellen mit 1 und 2 TB Speicher spendiert Apple 16 GB RAM. Käufer, die gerne 16 GB Arbeitsspeicher möchten, müssen also in jedem Fall zu den teureren Modellen greifen.

Weiterhin gibt es den LiDAR-Scanner und ein System aus vier Lautsprechern, Studioqualität-Mikrofonen und mehr.

Display für Fotografie und Videoschnitt

Das 11 Zoll iPad Pro nutzt weiterhin ein sehr hochwertiges Display mit P3-Farbraum- und True-Tone-Unterstützung. Doch beim 12,9 Zoll Modell kommt neuerdings Mini-LED zum Einsatz. Apple verwendet dazu bis zu 10.000 LED im Hintergrund des Displays, die zu kleinen Einheiten zusammengeschaltet werden und so das Bild unterschiedlich ausleuchten können. Dies erlaubt die deutlich farbechtere Bildwiedergabe.

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iPad Pro mit Liquid Retina XDR Display

Apple betont, dass das Display des 12,9 Zoll iPad Pro auf dem Level des Pro Display XDR ankommt. Es nennt dieses Display daher „Liquid Retina XDR“-Display. Es bietet 1.000 Nits Helligkeit und bis zu 1.600 Nits punktuell. Außerdem bietet es ein „echtes“ Kontrastverhältnis von eins zu einer Million. Der Konzern aus Cupertino betont, dass ein Nutzer oder einer Nutzerin, der/die am Mac mit dem Pro Display XDR Bildbearbeitung oder Videoschnitt betreibt, dies in Zukunft auch ohne Qualitätsverluste am großen iPad Pro tun kann.

Center Stage: Kamera für Videotelefonie und Videostreaming

Ebenfalls überarbeitet hat Apple die Frontkamera am Tablet. Sie nutzt nun eine Ultraweitwinkel-Linse, aber eben nicht nur. So ist sie in der Lage, zusammen mit der Software, die Perspektive anzupassen.  Apple nennt dieses Feature „Center Stage“. Bewegt sich die Person vor der Kamera, wird sie verfolgt und passt den Fokus und Bildausschnitt an. Tritt dann noch eine weitere Person auf der anderen Seite hinzu, wird abermals der Fokus angepasst. Dies sorgt für lebendigere Bilder bei Videokonferenzen und Videotelefonie oder eben beim Videostreaming. Die Funktionalität steht auch Drittanbietern für deren Apps zur Verfügung.

Preise und Verfügbarkeit

Das neue iPad Pro wird man ab dem 30. April vorbestellen können, und zwar weiterhin nur in den Farben Silber und Space Grau. Es ist dann ab der zweiten Maihälfte verfügbar. Das 11 Zoll Modell gibt es ab 879 Euro mit 128 GB Speicher. Rüstet man auf 2 TB Speicher auf, zahlt man 2.089 Euro dafür. Für 5G-Fähigkeit wird noch einmal ein Aufpreis fällig.

Das neue 12,9 Zoll Modell kostet ab 1.199 Euro. Für die Variante mit 2 TB Speicher werden dann 2.409 Euro fällig.

Magic Keyboard jetzt auch in Weiß

Apple führt als neues Zubehör das Magic Keyboard für das iPad Pro nun auch in der Farbe Weiß. Gerade für Nutzer, die das Tablet in der Farbe Silber verwenden, drückt dies ein deutlich helleres Erscheinungsbild aus. Das Zubehör kostet 339 Euro und ist ebenfalls ab dem 30. April bestellbar.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

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  • Zuletzt aktualisiert am: 2. Juli 2021
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