Alexander Trust, den 30. Januar 2020

Neil Young: MacBook Pro nur ein Spielzeug

Musik ist nicht gleich Musik
Musik ist nicht gleich Musik, Bild: CC0

Der Rockmusiker Neil Young ist seit Jahren ein Kritiker digitaler Musik. Doch er versuchte auch, Lösungen anzubieten. Aktuell hält er über Apples neues MacBook Pro her. Das sei kein Profiwerkzeug für Musiker, sondern ein Spielzeug.

Im Rahmen des Podcasts „Vergecast“ konnte Nilay Patel mit Neil Young sprechen. Der Rockmusiker zeigte sich äußerst kritische gegenüber der aktuellen Musikproduktion.

Neil Youngs Kampf gegen Windmühlen?

Manchem wird Neil Young ein Begriff sein. Der mittlerweile 74-Jährige produzierte nicht nur Musik.

2012 gründete er die Firma Pono Music, sammelte Geld per Crowdfunding für einen MP3-Player 2.0 ein. Das Abspielgerät sollte mit digitaler Musik in hoher Qualität (24-bit, 192 kHz) überzeugen.

2015 erschien der Pono Player im Handel, 2016 wurde das Produkt wieder vom Markt genommen. Laut Young fand er vor allem in der Musikindustrie keine Fürsprecher. Die Webseite der Firma gibt es nicht mehr.

MacBook Pro ist „Müll“

Nun konfrontierte Neilay im Podcast „Vergecast“ den Musiker mit der aktuellen Situation der Musikproduktion. Youngs Reaktion? Das MacBook Pro sei „Müll“ (engl. „piece of crap“).

Angesprochen darauf, dass mittlerweile viele Musiker im Flugzeug auf Reisen, oder auf der Rückbank ihres Autos mit einem MacBook Pro ihre Musikprojekte bearbeiten und Samples erstellen, zeigte sich Young wenig angetan. So ein MacBook Pro sei ein „Spielzeug“. Young verglich es mit Fisher Price. Er sieht also darin kein Profiwerkzeug.

Apple hingegen lobt die neue, verbesserte Audioqualität des Laptops, sowohl bei der Aufnahme (Mikrofon) als auch der Ausgabe (Lautsprecher). Kritiker bestätigen dieses Urteil, dass die Qualität sich „für ein Laptop“ verbessert hat.

Doch für Young haben die Leute, „die heute so Musik machen“, gar nicht die Chance zu entscheiden, was qualitativ hochwertige Musik sei. Denn schon mit der digitalen Aufzeichnung und Weiterverarbeitung würden sie mit niederer Qualität konfrontiert.

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