Aufschneider? Apple-Hacker Albayrak (22) in London verurteilt

Hacker (Symbolbild), Bild: CC0

Mildes Urteil?

Der 22-jährige Albayrak wurde in London nun zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss er 300 Stunden unbezahlte Sozialarbeit leisten und hat sich sechs Monate lang einer elektronischen Ausgangssperre zu unterwerfen. Er bekannte sich schuldig.

Albayrak nur ein Aufschneider?

Der Grund, warum der „Hacker“ so ein vermeintlich mildes Urteil bekam ist schnell erläutert. Seine Drohungen konnte er nicht nur nicht wahrmachen. Vielmehr fand man heraus, dass er keinen Zugriff auf eine Datenbank mit iCloud-Accounts hatte, wie er selbst behauptete.

Stattdessen verschaffte er sich Zugang zu Accounts von Nutzern mit Passwörter aus anderen Hacks. Diese verwendeten die Betroffenen mehrfach. Albayrak hatte also Glück.

Leider hatte er nicht ganz so viel Erfolg damit, seine eigenen Online-Accounts zu verschleiern. Denn darüber kamen ihm die Strafverfolger auf die Spur. Man verhaftete ihn seinerzeit am 28. März 2017.

Hackergruppe kommt ungeschoren davon

Die NCA kündigte derweil keine weiteren Verhaftungen oder Verurteilungen an. Die übrigen Mitglieder der „Turkish Crime Family“ kommen also ohne Strafe davon, wenn sie überhaupt involviert waren.