Heult die Konkurrenz? EU vernimmt Beschwerden über Apple Pay

Apple Pay am Terminal nutzen
Apple Pay am Terminal nutzen, Bild: Apple

EU-Kommission: Wettbewerbsverzerrung durch Apple Pay? Wettbewerbshüterin Margrethe Vestager bestätigt gegenüber der Agentur Reuters, dass die Besorgnis über Apples kotaktloses Bezahlsystem groß sei. Offenbar haben Konkurrenten in einem Fragebogen Bedenken angemeldet.

Im August verschickte die EU-Kommissionen einen Fragebogen an diverse Unternehmen. Das Ziel: Sich primär ein Bild davon machen, ob Apple Online-Bezahlmöglichkeiten einschränkt. Nun sprach die EU-Kommissarin Margrethe Vestager über erste Erkenntnisse am Rande einer Webkonferenz in Lissabon mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Schränkt Apple das Onlineshopping ein?

Der Fragebogen der EU-Kommission enthielt sehr spezifische Fragestellungen. Er ist offenbar auch nicht ohne Grund verschickt worden. Hinter vorgehaltener Hand will Reuters erfahren haben, dass mindestens ein Wettbewerber sich beschwert haben soll.

So wollte diese von den beteiligten Firmen wissen, ob sie in einem Vertragsverhältnis zu Apple stünden. Auch wollte man wissen, ob diese Verträge mit Verpflichtungen einhergehen, Apple Pay in eigene Apps oder Webseiten zu integrieren. Last but not least wollte die EU-Kommission ebenso in Erfahrung bringen, ob Apple womöglich Apps von Händlern (absichtlich) abgelehnt habe, unter der Berücksichtigung, dass diese Apple Pay verwenden.

Privatsphäre contra Wettbewerb?

Stehen sich in diesem konkreten Fall Privatsphäre und Wettbewerb gegenüber? Falls ja, wäre dies ein schlechtes Zeichen.

Kritiker jedenfalls betonen, dass Apple den Zugriff auf den NFC-Chip in iOS-Geräten einschränkt und nur vollumfänglich mit Apple Pay verwendbar macht.

EU-Kommission mit weiteren Vorhaltungen

Vielleicht erinnert sich außerdem noch jemand von Euch, dass Spotify sich bei der EU-Kommission über Apple (Music) beschwerte. Der Vorwurf lautet, dass der iPhone-Hersteller aus Cupertino mit seinem App Store die Apps von Drittanbietern benachteiligt, zugunsten seiner eigenen Apps und Services.

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