Von Jonny Random am 24.09.2019 (letztes Update: 24.09.2019).

Alternative zu China: Apple möchte eine Milliarde Dollar in Indien investieren

Apple-Logo auf dem MacBook
Apple-Logo auf dem MacBook

Apple wird wohl demnächst größere Summen in Indien investieren. Ziel der Maßnahme ist es, unabhängiger von Produktionskapazitäten in China zu werden. Aber auch die Festigung der Präsenz auf dem indischen Markt fasst Apple mit diesem Schritt ins Auge.

Apple steht offenbar vor größeren Investitionen in Indien. Wie kürzlich aus indischen Medienberichten hervorging, plant das Unternehmen, sich mit Investitionen im Volumen von rund einer Milliarde Dollar in dem Land zu engagieren. Apple hat die Absicht, die Fertigung der eigenen Produkte in Indien deutlich auszuweiten.
Einen großen Teil dieser Investitionen wird in den Ausbau der Produktionsstandorte von Foxconn fließen, der Auftragsfertiger aus Taiwan baut schon länger iPhones für Apple in Indien und fertigt seit einiger Zeit auch die Flaggschiffmodelle des Unternehmens.

Apple sucht eine größere Distanz zur Fertigung in China

Mit diesem Investment verfolgt Apple eine doppelte Strategie: Einerseits ist man daran interessiert, in Indien zusätzliche Marktanteile zu erlangen, was nur durch einen Ausbau der Markenpräsenz online wie offline möglich ist. Online hat man zuletzt den direkten Verkauf der eigenen Produkte aufgenommen, statt dies Wiederverkäufern zu überlassen, MacNotes berichtete, doch der Eröffnung eigener Ladengeschäfte steht nach wie vor die rigorose indische Außenwirtschaftspolitik entgegen. Hier könnte sich in nächster Zeit etwas bewegen, Apple spricht aber von einem noch längeren Weg, der zurückgelegt werden muss. Andererseits sucht Apple nach Alternativen zur Fertigung in China, MacNotes berichtete. Die dort produzierten Güter könnten perspektivisch sämtlich den Einfuhrzöllen der Trump-Administration unterliegen, sodass Apple neben Indien auch Länder wie Vietnam und Indonesien in die engere Wahl zieht.

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