iOS hacken: Sicherheitsfirma verspricht, jedes iPhone auslesen zu können

Sicherheit - Schlüssel - Symbolbild
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Apples iPhones gelten zwar als recht sicher, werden aber immer häufiger zum Ziel von Hackerattacken, teils auch mit professionellem Hintergrund. Ein besonders bekanntes Beispiel hierfür liefern die kostspieligen Lösungen des Sicherheitsspezialisten Cellebrite, der Soft- und Hardware anbietet, mit der man nun nach eigenen Angaben des iPhone hacken kann.

Cellebrite verspricht, dass Kunden mit dem eigenen Universal Forensic Extraction Device (UFED) in der Lage sind, jedes aktuell in Benutzung befindliche iPhone auszulesen, sprich auf die Daten des Nutzers zuzugreifen. E-Mails, Dateien und Dokumente und auch gelöschte Daten sollen sich so problemlos auswerten lassen, so das Versprechen.

Cellebrite nennt als Ziele, die von der eigenen Lösung geknackt werden können, alle iOS-Versionen von iOS 7 bis iOS 12.3. Wie es sich mit iOS 12.4 verhält, das aktuell in der Beta ist, ist nicht bekannt, erst recht ist aktuell unklar, wie es um die Sicherheit von iOS 13 bestellt ist.

Kunden im staatlichen Auftrag

Cellebrite verspricht weiter, dass mit seiner Ausrüstung auch zahlreiche Android-Flaggschiffe gehackt werden können, so etwa die Galaxy S-Smartphones bis zum Galaxy S9 und Modelle von Huawei, LG, Motorola und anderen Herstellern. Cellebrite gibt natürlich nicht an, welche Angriffsvektoren man nutzt, um iOS und Android zu attackieren.

Man wird aber bei Google und Apple alles tun, um diese Situation so schnell wie möglich abzustellen. Die Kunden von Cellebrite sind in der Hauptsache Strafverfolgungsbehörden der verschiedensten Länder. Das FBI wird allgemein zu seinen Kunden gezählt, darüber hinaus verschiedene lokale und regionale Polizeibehörden der USA.

Allerdings sind Geräte von Cellebrite teilweise auch schon in den freien Verkauf gelangt, wie MacNotes zuvor berichtete, eine beunruhigende Entwicklung, denn die Boxen sind kinderleicht zu bedienen.

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