iPhone-Modem aus eigener Hand: Apple beschleunigt Entwicklungstempo

Apple möchte die Entwicklung eines eigenen Modems für sein iPhone offenbar beschleunigen. Seit Januar kümmert sich der Chef der Chipentwicklung persönlich um dieses Thema, bis zu einem fertigen Modem dürften aber noch Jahre vergehen.

Intel XMM 8160 5G Modem, Bild: Intel

Apple möchte seine iPhones mit einem eigenen Mobilfunk-Modem ausstatten. Ein eigener Chip stand dem Vernehmen nach schon länger auf der Agenda, doch die Arbeiten daran wurden offenbar jüngst beschleunigt. Wie aus Agenturmeldungen hervorgeht, hat sich nun Johny Srouji des Themas angenommen. Er ist seit 2008 bei Apple für die Chipentwicklung zuständig. In seiner Ära entstanden die A-Series-Chips, mit denen Apple einer ganzen Branche demonstriert hat, dass modifizierte, auf die eigene Hardware optimierte Designs schöner rechnen als Prozessoren von der Stange. Inzwischen gehen auch Samsung und Huawei diesen Weg. Doch Apple möchte bei möglichst vielen Komponenten unabhängig von Zulieferern sein.

Intel und Qualcomm sollen weg

Wie es weiter heißt, war die Koordination der Arbeiten an einem eigenen Mobilfunk-Modem bislang bei einem Abteilungsleiter zwei Management-Stufen unter Srouji angesiedelt, bevor der die Verantwortung im Januar zu sich zog. Apple möchte beim Modem möglichst rasch von Intel und Qualcomm oder anderen Zulieferern unabhängig werden. Mit Qualcomm hatte man zuletzt bekanntlich ausnehmend wenig Glück und Intel liefert zwar, kann aber Qualcomm technisch nur schwer beikommen. Bei 5G liegt der Konzern sogar noch deutlicher zurück.

Bis allerdings die ersten iPhones mit einem Apple-Modem ausgeliefert werden, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Bis dahin muss Intel, MediaTek und der Rest der Branche gut genug sein.