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Jonny Random, den 12. Dezember 2018

Chip-Affäre: Apple und Amazon wohl nicht von chinesischer Spionagetechnik verseucht

Sicherheit – Server mit Kabeln

Apple wurde wohl nicht von chinesischen Spionage-Chips unterwandert. Ein jüngst erschienen Untersuchungsbericht räumt letzte Zweifel, die nach einer entsprechenden Veröffentlichung durch Bloomberg aufgekommen waren, weitgehend aus.

Apple sei Opfer einer ausgeklügelten Spionage-Affäre geworden, behauptete vor einigen Monaten die Bloomberg Business Week. – und nicht nur Apple, auch Amazon und der Serverhersteller Super Micro seien dieser Verschwörung zum Opfer gefallen.

Bei Apple und Amazon kämen manipulierte Rechner in deren Serverparks zum Einsatz, so hatte die Publikation es behauptet. – Server, die von Super Micro geliefert worden waren und die Spionage-Chips auf ihren Mainboards enthalten sollen.

Der Bericht schlug hohe Wellen in der Branche und recht bald tauchten erste Zweifel an der Geschichte auf. Quellen wurden nicht genannt beziehungsweise distanzierten sich später von dem Bericht und selbst erfahrene Sicherheitsexperten aus der britischen und amerikanischen Politik, sonst immer gern für eine China-Verschwörung zu haben, wollten sich mit der Sache nicht recht anfreunden.

Apple, Amazon und Super Micro dementierten ohnehin alles und warfen Bloomberg vor, nicht sauber recherchiert zu haben, genau das dürfte wahrscheinlich auch tatsächlich der Fall gewesen sein.

Untersuchung findet keine Anhaltspunkte für Manipulation

Super Micro wurde schnell zum größten Leidtragenden der Affäre, denn das Image der Firma wurde in der öffentlichen Wahrnehmung arg gebeutelt. Man entschloss sich daher, eine unabhängige Untersuchung in Auftrag zu geben. Diese wurde von einer Drittfirma durchgeführt und ist nun abgeschlossen.

Das Ergebnis: In keiner der  stichprobenartig kontrollierten Server-Mainboards von Super Micro fand sich etwas, das dort nicht hingehört.

Das Unternehmen bedankte sich in einem Schreiben an seine Kunden bei allen, die von Anfang an nicht an die Bloomberg-Behauptungen geglaubt hatten.


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