Von Jonny Random am 25.10.2018 (letztes Update: 25.10.2018).

iPhone-Drossel: Apple muss noch einmal zahlen

Leerer iPhone-Akku
Bild: heise online

Apple wurde noch zu einer verspäteten Strafzahlung aufgrund der iPhone-Drossel verurteilt. Die Summe ist eher  überschaubar, der Schauplatz des Geschehens ist diesmal allerdings Europa.

Die iPhone-Drossel schien für Apple eigentlich schon ausgestanden. Zahlreiche Schadenersatzklagen hatte das Unternehmen bewältigen müssen, die teils auch noch laufen, aber aus der Öffentlichkeit ist die Affäre inzwischen verschwunden.

Nun erlangt der ‚Fall doch noch einmal eine gewisse Aufmerksamkeit. Der Grund: Eine italienische Verbraucherschutzgruppierung hat in der Angelegenheit einen Erfolg erreicht.

Apple muss in Italien zahlen

Die gegen Apple und die iPhone-Drossel auf den Weg gebrachten Klagen führten in Italien nun zu einer Entscheidung. Die nationale Wettbewerbsaufsicht hat gegen den iPhone-Konzern eine Strafzahlung von 10,7 Millionen Euro verhängt.

Schwacher Trost: Zeitgleich wurde auch Samsung verurteilt. Den schärfsten Rivalen Apples im Smartphone-Geschäft traf es aufgrund von Firmwareupdates, die die Smartphones vermeintlich langsamer machten.

Die iPhone-Drossel hatte bei zunehmendem Verschleiß des Akkus bewirkt, dass die Performance des Prozessors sank und bestimmte Funktionen wie der Kamerablitz abgeschaltet wurden.

Seit Freigabe von iOS 11.3 kann der Nutzer den Zustand seiner Batterie in den Einstellungen einsehen und auch bereits aktive Drosselungen wieder abschalten. Diese werden vom System zum Schutz des iPhones bei einer verschlissenen Batterie aktiviert.
Bevor die Drossel in iOS integriert wurde, kam es bei iPhones, deren Akkus stark in Anspruch genommen waren, häufiger zu spontanen Abschaltungen in Folge eines vorangegangenen plötzlichen Spannungsabfalls.

Neben den Änderungen in iOS läuft bis Ende des Jahres noch das Akku-Austauschprogramm zu einem Preis von 29 Euro.

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