Jonny Random, den 22. Oktober 2018

Berlin: Apple wegen Namensgebung von iMessage verklagt

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Apples iMessage-Dienst kann zu leicht mit dem eigenen Namen verwechselt werden, aus diesem Grund wurde Apple nun von einem deutschen Unternehmen verklagt. Die Chancen auf einen Erfolg sind wohl gar nicht so gering wie es zunächst scheinen mag.

Apples iMessage-Dienst existiert nun seit 2011. Seitdem hat sich der Nachrichtenversand stetig weiterentwickelt, blieb jedoch stets auf Apple-Geräte beschränkt. Die Firma e*Message aus Deutschland gibt es jedoch schon eine Weile länger, sie ist seit dem Jahr 2000 aktiv.

Seither betreibt sie die Überreste der Funknetzdienste der Deutschen Telekom. Skyper, Scall, Quix oder Cityruf waren Mitte der 90er recht populär, bis die teuren und wenig leistungsfähigen Dienste von den aufkommenden Handys und der SMS verdrängt wurden. Pager konnten ihren einzigen echten Vorteil einer flächendeckenden Erreichbarkeit auch in abgelegenen Regionen und im Keller nicht gegen die neuen Kommunikationsformen ausspielen, die Einsatzmöglichkeiten für Endkunden sind schlussendlich zu begrenzt.

iMessage birgt Verwechslungsgefahr

Dietmar Gollnick leitet den Brandenburger Mittelständler e*Messageheute. Noch immer bietet das Unternehmen Funkdienste an, heute hauptsächlich für Alarmierungsaufgaben im Rettungswesen. Apples iMessage lasse sich zu leicht mit dem eigenen Namen verwechseln, so der Geschäftsführer des Unternehmens.

Zuständig ist das Braunschweiger Landgericht. Dort zeigte man sich den Argumenten von e*Message überraschenderweise anscheinend durchaus aufgeschlossen, wie der Spiegel am Wochenende berichtet hatte. Allerdings ist es doch recht unwahrscheinlich, dass iMessage umbenannt wird.

Über einen möglichen Ausgang des Verfahrens lässt sich aber nur spekulieren. Denkbar wäre ein Vergleich.


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