Apple Music jetzt bei 30 Millionen Abonnenten

Apple Music auf dem iPhone, Bild: Apple

Iovine selbstkritisch

Iovine zeigte sich selbstkritisch, Apple fehle es noch an den richtigen Persönlichkeiten für das Business. Diese sollen, mit der richtigen Haltung, sich nicht mit dem Status Quo zufrieden geben. Damit meint der Musikmanager allerdings nicht die Abozahlen. Er sei nicht der Auffassung, dass nur weil Apple nun im Geschäft sei, sich alles zum Besseren ändere.

Die Abozahlen seien seit dem Einstieg Apples für die gesamte Branche aufwärts gegangen. Doch das alleine werde nicht ausreichen, um nachhaltig Kunst und Künstler zu finanzieren.

Kritik an werbefinanzierter Musik

An dieser Stelle erneuerte Iovine seine Kritik an werbefinanzierten Modellen. Diese ließen so gut wie kein Geld bei den Künstlern ankommen. Zukünftige Generationen müssten die Chance bekommen, Musik von neuen Künstlern zu erleben und mögen. Liebhaber von Oldies werden aussterben, gab Iovine zu verstehen. Er selbst zählt sich dazu.

Apple Music erreichte im Juni rund um die WWDC 2017 den Meilenstein von 27 Millionen zahlenden Kunden. Das Angebot verzeichnet also stetiges Wachstum. Aber kann es damit die Konkurrenz von Spotify beeindrucken? Das skandinavische Unternehmen, deren Investoren vor allem Labels aus der Industrie selbst sind, verfügt momentan über 60 Millionen zahlende Abonnenten. Schätzungen zufolge nutzen noch einmal genauso viele den Service „gratis“ werbefinanziert.