Florian Schmitt, den 29. September 2013

iPhone bald mit Micro-USB statt Lightning?

Lightning-Stecker
Lightning-Stecker

Ein neuer Gesetzentwurf des Binnenmarkt- und Verbraucherschutzkomitees der EU soll Hersteller zu einem einheitlichen Ladeanschluss zwingen. Bislang konnte eine ähnliche Regelung mit der Bereitstellung eines Adapters umgangen werden. Ist das das Ende für den Lightning-Anschluss im iPhone?

Bis 2009 hatte jeder Hersteller eigene Ladekabel mit entsprechenden Anschlüssen. Um Elektroschrott und Kabel-Chaos zu vermeiden, versprachen 14 Mobiltelefon-Hersteller, darunter auch Apple, dass man bis 2012 auf einen gemeinsamen Standard setzen wird. Dieser Standard wurde Micro-USB. Die freiwillige Vereinbarung erlaubte es den Herstellern aber auch, lediglich einen Adapter für Micro-USB* anzubieten. Siehe Apple. Alle anderen Hersteller setzen mittlerweile auf Micro-USB.

Neuer Gesetzentwurf

In einer Sitzung des Binnenmarkt- und Verbraucherschutzkomitees am Donnerstag wurde einstimmig ein neuer Gesetzentwurf beschlossen. Demnach müssen die Ladeanschlüsse aller Mobiltelefone miteinander kompatibel sein. Zudem sollen die Hersteller dazu verpflichtet werden, die Handys mit einem Universal-Ladegerät kompatibel zu machen. Als nächstes muss der Entwurf von den Abgeordneten des EU-Parlaments verabschiedet werden.

Das Aus für Lightning?

Bedeutet das also das aus für Lightning? Zumindest nicht in naher Zukunft. Die Mühlen der Bürokratie mahlen bekanntlich langsam. Apple wird in dieser Zeit womöglich versuchen diesen Gesetzentwurf zu stoppen oder zu verändern.

Würdet ihr einen einheitlichen Anschluss für alle Handys begrüßen? Oder seid ihr mit der aktuellen Situation zufrieden?

* = Affiliate.

Via Macworld, engl.


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