Apple wegen Urheberrechtsverletzungen in China verurteilt

Otto Normal, den 28. Dezember 2012
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Es wirkt fast schon wie ein schlechter Scherz. In einem Land der Menschenrechtsverletzungen, Plagiate und Kopien wurde Apple nun zu einer Schadensersatzzahlung verurteilt. Apple hatte in seinem App Store, Werke chinesischer Autoren ohne deren Wissen und Erlaubnis angeboten, so zumindest die Meinung und das Urteil eines Gerichts.

Fast schon verwunderlich dass es in China so etwas wie einen Schutzverband für Künstler gibt. Kunst geht schließlich immer mit dem Anspruch der Meinungsfreiheit einher. Der Schutzverband China Written Copyright Society, hatte Apple vor einem Jahr der Urheberrechtsverletzungen verklagt und einen Schadensersatz in Millionenhöhe angesetzt. Das Gericht in Peking hatte der Klage jetzt stattgegeben und Apple zu einer Zahlung von umgerechnet 50.000 US-Dollar verurteilt.

Das Unternehmen aus Kalifornien belässt dieses Urteil öffentlich unkommentiert. Schon vor dem Prozess meldeten sich betroffene Autoren bei Apple und baten das Unternehmen, entsprechende Werke aus dem Angebot zu nehmen. Diesen Anfragen wurde aus Mangel eindeutiger Indizien aber nicht weiter nachgegangen.


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