Event-Glaskugel: Was bringt „Back to the Mac“?

Mac OS X 10.7 Lion ist einfach. Nur: was ist im Löwenpaket drin? Und wird Apple neben dem neuen Mac OS X noch weitere Kaninchen aus dem Hut zaubern? MacBook Air und Macbook könnten eine Auffrischung vertragen, das gefühlt endlos verschobene weiße iPhone zwar nicht zum Event-Titel, aber immerhin zur kommenden Weihnachtssaison passen. Wir wagen einen Glaskugelblick.

Die Pflicht am Special Event am kommenden Mittwoch: das neue Mac OS X 10.7. „Lion“ wird es heißen, alles andere bleibt Spekulation. Erfahrungsgemäß wird die GUI eine Auffrischung bekommen, ob sich diese an den mit verhaltener Begeisterung aufgenommen Änderungen von iTunes 10 orientiert, werden manche eher befürchten als erwarten.

Die Kür: der Erscheinungstermin. Erst heute ist eine neue Entwicklerbeta der wohl letzten Snow Leopard-Version erschienen, ein kurzfristiger Release des Löwen ist somit nicht zu erwarten. Ungefähr zwei Jahre lagen in der jüngeren Vergangenheit immer zwischen den Major Releases, bleibt zu hoffen, dass der Event nächste Woche kein langes Warten auf August 2011 einläutet. Dass bereits früher etwas passiert: darauf weisen Berichte von knapp werdenden iLife ’09-Beständen hin. Auch Amazon-Buchankündigungen deuteten auf ein bald kommendes neues iLife-Paket hin. Verbesserte iOS-Unterstützung wird prognostiziert.

Und das Warten auf iOS-Features für den Mac? Facetime auf Mac OS X scheint nach der iPod touch-Versorgung mit Videotelefonie eine recht sichere Wette zu sein. Die jüngeren Patentveröffentlichungen Apples lassen darüber hinaus auf kommende Touchscreen-Unterstützung durch das Lion-Mac OS X hoffen. Weniger wahrscheinlich die weitere „iOSierung“ von Mac OS X über Apps – zu unterschiedlich sind die Einsatzformen der Mobile-Gadgets mit iOS und die der „richtigen“ Rechner.

Stichwort „Richtige Rechner“ – werden wir diese auch zu sehen bekommen? Oder dreht sich alles um die Betriebssystemplattform? Auf eine kleinformatige Macbook-Air-Variante ließen vor einiger Zeit Display-Bestellungen schließen, die indes auch in einem etwaigen Nachfolgermodell des „kleinen“ Macbooks verbaut werden könnten. Auch beim Macbook Pro ist der Punkt im Zweijahreszyklus erreicht, zu dem ein Facelifting ansteht. Und weil Facelifting immer auch ein „Form follows Function“ bedeutet, könnte man in dem Zug auch mit innovativ verbauten UMTS/3G-Features für die mobilen Macs rechnen.

Und das weiße iPhone? Nach jüngsten Gerüchten soll es insbesondere am nicht stimmigen Weißton von Gehäuse und Home-Button liegen, dass die iPhone 4-Modelle in Weiß nicht in den Verkauf gelangen. So passend ein weißes iPhone 4 zur kommenden kalten Jahres- und Weihnachtszeit auch wäre – passen will es nicht zu einem Event, der „Back to the Mac“ heißt – sprich, selbst wenn es demnächst erhältlich ist: Die Perfektionisten bei Apple werden diese Unstimmigkeit von Event-Titel und iPhone-News kaum zulassen.

Widerspruch, Ergänzungen, andere Tipps? Am Mittwoch wirds spannend.

Mehr über rj:

Berufsbedingt auf iPhone und Macbook Pro gewechselt und pflegt seitdem ein stetig wachsendes Faible fürs iPhone wie auch eine gewisse Distanz zum Macbook. Nutzt ungeniert auch Linux und Windows, was ihn nicht davor schützt, gelegentlich Fanboy geschimpft zu werden.

Metadaten
  • Geschrieben am: 15. Oktober 2010
  • Zuletzt aktualisiert am: 11. Mai 2021
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