Nach Killswitch nun Rootkit: T-Mobile vertreibt G2-Androids mit hauseigener Malware

AndroidWenig wird Apple so vehement vorgeworfen wie ihr Kontrollwahn – aber in den USA ist T-Mobile nun einen Schritt weiter. „Jailbreaksicher“ kann man die Technik nennen, die auf dem G2-Android zum Einsatz kommt. Mit der Bezeichnung „Rootkit“ ist das Kind angemessener beim Namen genannt. Die offene Lizenz des Android-OS wird damit vollkommen ausgehebelt.

Das G2 wird seit dieser Woche in den USA über T-Mobile vertrieben und glänzt unter anderem mit HD-Wiedergabe von Videos. Die offene Android-Plattform ist lizenzrechtlich zwar frei modifizierbar. mit einer Hardwarechip-Lösung hat T-Mobile dieser Möglichkeit jedoch einen Riegel vorgeschoben. Wird das OS verändert, wird automatisch wieder die alte Version eingespielt. Newamerica zieht den passenden Vergleich zum PC, der nach einer Linux-Installation automatisch wieder ein Windows aufsetzt.

Als „Rootkit“ bezeichnet man Techniken, die ihr Auffinden und Entfernen erschweren bis verhindern – in der Regel spricht man daher im Kontext von Viren und Trojanern von Rootkits. Idealerweise suggeriert das Kit dem User ein nicht modifiziertes System, welches keinerlei Hinweis auf die darunter laufende Malware gibt. So verhält es sich auch mit dem G2: das Android-OS scheint vollkommen standardkonform – nur wenn man versucht, es zu verändern, greift die im Hintergrund laufende Hardwarekontrolle ein und stellt die unmodifizierten Zustand wieder her.

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Berufsbedingt auf iPhone und Macbook Pro gewechselt und pflegt seitdem ein stetig wachsendes Faible fürs iPhone wie auch eine gewisse Distanz zum Macbook. Nutzt ungeniert auch Linux und Windows, was ihn nicht davor schützt, gelegentlich Fanboy geschimpft zu werden.

Metadaten
  • Geschrieben am: 8. Oktober 2010
  • Zuletzt aktualisiert am: 8. Oktober 2010
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