Apple finanziell weit vor Nokia, Nintendo sieht iPhone und iPod nicht als Konkurrenz

iPhone 3Gs

Apple hat Nokia als erfolgreichster Handyproduzent der Welt eingeholt: Laut Untersuchungen von Strategy Analytics, die gestern veröffentlicht wurden, liegt Apple im dritten Wirtschaftsquartal mit einem Reingewinn von 1,6 Milliarden Dollar nun auf Platz 1 vor Nokia, die im gleichen Quartal 1,1 Milliarden Dollar für sich verbuchen konnten.

Bereits in vorherigen Quartalen lag Apple immer nur knapp hinter Nokia, im zweiten Quartal trennten die beiden Firmen „nur“ 100 Millionen Dollar voneinander.

Mehrere Faktoren dürften bei diesen Zahlen eine Rolle spielen: Zum einen ist das iPhone vor allem als Marke ein Erfolg, es ist einprägsam. Die verschiedenen Varianten des iPhone, vom iPhone classic bis hin zum iPhone 3GS, unterscheiden sich in Sachen Bedienungsgefühl kaum voneinander.

Apple macht seine Produktionsweisen immer effizienter und kostensparender und kann so auch entsprechende Einnahmen für sich verbuchen. Und auch die weltweite Verbreitung des Smartphones trägt zum Erfolg bei.

Dennoch ist zu bedenken, dass Apples Smartphone einen recht hohen Preis hat und mit dem Gerät eine Menge verdienst werden kann. Die Anbieter zahlen viel für das iPhone. Währenddessen bietet Nokia auch Handys im niedrigen Preissegment an, mit denen sich kaum Geld verdienen lässt. In der Untersuchung wurden lediglich die erzielten Gewinne beleuchtet – Nokia ist mit 108,5 Millionen verkauften Geräten insgesamt immer noch klarer Spitzenreiter in dieser Kategorie, während Apple gerade einmal 7,4 Millionen iPhone 3G und iPhone 3GS absetzen konnte.

Aber nicht nur Handyhersteller haben mit der wachsenden Konkurrenz von Apple zu kämpfen: Satoru Iwata von Nintendo hat bei einer Firmenversammlung zu verstehen gegeben, dass die Zukunft der Firma dunkel aussieht, sollte Nintendo nicht schaffen, den Games auf Smartphones und dem iPhone etwas entgegenzusetzen und den Kunden zu erklären, warum sie für Software und Spiele mehr bezahlen als Handynutzer. Außerdem ist Iwata siegessicher: „Eine spezielle Spielkonsole wie die firmeneigenen Handhelds können ein Erlebnis bieten, das ein Handy niemals erreichen wird.“ Nicht bedacht hat er dabei aber wohl all jene, die einfach ein wenig Zeitvertreib suchen – die in der U-Bahn oder während Wartezeiten ihr iPhone aus der Tasche ziehen, um mal eben ein paar Monster um die Ecke zu bringen oder Kugeln durch ein Labyrinth zu bewegen.

Mehr über kg:

Erst Atari-Besitzer, dann ab Mitte der Neunziger Apple-User, angefangen mit einem Performa 5200, jetzt MacBook-Nutzerin.

Metadaten
  • Geschrieben am: 12. November 2009
  • Zuletzt aktualisiert am: 4. März 2021
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