MacBook-Ruhezustand: Netzteil verhindert Sleepmode

Schweinegrippe war gestern: Heute geht redaktionsintern die große Schlaflosigkeit der MacBooks um. Bereits zwei Geräte sind betroffen. Tendenz steigend. Impfstoff noch nicht vorhanden. Erste Forschungsergebnisse schieben dem Netzteil die Schuld in die Schuhe.

MacBook (Ende 2009), Bild: Apple

Seit ein paar Tagen beobachten wir auf nunmehr zwei unabhängigen Systemen das gleiche Phänomen. Es handelt sich um ein MacBook Mitte 2007 und ein MacBook Unibody Ende 2008, die mit Mac OS X 10.6.1 ausgestattet sind. Jeweils seit wenigen Tagen finden die Geräte keinen Schlaf mehr, wenn das Netzteil eingesteckt ist. Die Notebooks schalten den Bildschirm aus, die LED am Gehäuse fängt an zu pulsieren und das Book scheint im Sleepmodus zu sein. Doch nach etwa zwei Minuten wacht der Rechenknecht wieder aus dem Ruhezustand auf (gut zu hören an den Laufwerksgeräuschen des Super-Drive), stellt fest, dass der Deckel geschlossen ist und schläft wieder ein. Das Ganze geschieht beliebig lange, zumindest wenn das Netzteil eingesteckt ist. Wird MagSafe vom Gerät getrennt, schläft der Mac wieder tief und fest.

Indes interessant ist, dass selbst ein Ausschalten nicht vor dem Problem schützt. Nach einiger Zeit startet der mobile Rechner mit seinem Mac-Jingle, fährt hoch, stellt fest, dass er zugeklappt ist und legt sich schlafen, wacht wieder auf … und so weiter.

Externe Peripherie ist nicht der Auslöser des Schlafmangels; beim Versuchsaufbau waren keine USB-Geräte eingesteckt, nicht einmal das LAN-Kabel, und Bluetooth ist in Ermangelung einer kabellosen Maus ohnehin deaktiviert.

Aufgrund der zeitlichen Nähe zum letzten iTunes-Update hätten wir eigentlich selbiges im Verdacht gehabt, dem widerspricht jedoch ein Bericht aus der Schweiz, in dem dieselben Symptome beschrieben werden, allerdings kurz nach Erscheinen von Snow Leopard.

Eine Lösung können wir derzeit leider noch nicht anbieten, doch ist der Apple-Support bereits um Hilfe gebeten worden. Sobald wir eine Antwort haben, werden wir euch darüber informieren. Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder gar eine Lösung fand, ist herzlich dazu eingeladen, diese in den Kommentaren nieder zu schreiben. Zwei hochgradig übermüdete MacBooks sind für jeden Hinweis dankbar.