Psystar erklärt den Bankrott

Mac-Klon-Hersteller Psystar hat die Pleite erklärt. Selbst wenn die Medienaufmerksamkeit um den Hersteller von PCs mit Mac OS X-Installation durch die permanenten Rechtsstreitigkeiten mit Apple angekurbelt worden sind, geschah das offenbar nicht im ausreichenden Maß. Der Rechtsstreit mit Apple wird vorerst auf Eis gelegt, mit Spannung wird nun erwartet, wer sich im Bankrottverfahren als Geldgeber des entpuppen könnte.

Psystar Open (3), Bild: Psystar

Vergangenen Donnerstag sei die Bankrotterklärung gerichtlich eingereicht worden, am 5. Juni soll nun in Florida eine gerichtliche Anhörung stattfinden, in der auch die Finanzierer von Psystar genannt werden müssen. Nach wie vor ist die Seite des Herstellers erreichbar, nach wie vor werden dort die PCs mit installiertem Mac OS X angeboten.

Psystar wurde von Apple wegen Verstoß gegen die Lizenzbestimmungen Apples verklagt, nachdem der Anbieter PCs mit vorinstalliertem Mac-Betriebssystem vertrieben hatte. Psystar antwortete mit einer Gegenklage, der folgende intensive Rechtsstreit dürfte nun das finanzielle Genick Psystars gebrochen haben.

In Deutschland sieht sich hingegen der Mac-Klon-Vertrieb PearC auf der rechtlich sicheren Seite, da nach deutscher Rechtsprechung einige der Apple-AGB nicht gelten würden. In Russland richtete sich die Aufmerksamkeit vor kurzem auf RuMac, die ebenfalls Rechner mit vorinstalliertem Mac OS X anbieten. In beiden Fällen ist fraglich, ob sich Apple angesichts der unterschiedlichen Rechtsprechung auf ein Verfahren einläßt.