Apple vs. Twitter: Was ist dran an den Übernahmegerüchten?

Facebook wollte Twitter bereits kaufen, und auch Google und Microsoft haben offenbar schon mit dem Erwerb des Micro-Blogging-Dienstes geliebäugelt. Laut Techcrunch gibt es jetzt einen weiteren Interessenten für Twitter: Apple. Laut einer "üblicherweise verlässlichen Quelle" soll Apple bereits in den Verhandlungen stecken und hofft, dass der Deal bei der WWDC verkündet wird." Es geht dabei nicht um Peanuts, sondern um viel Geld: 700 Millionen Dollar stehen als Kaufpreis im Raum.

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Auch Techcrunch selbst sieht in den Gerüchten nicht allzu viel Wahrheit. Was aber soll Apple mit einem Startup wie Twitter, die von Anfang an auf Finanzierungsrunden angewiesen waren (und nach wie vor sind) und die bisher kein Geschäftsmodell haben, das aus dem Dienst ein profitables Geschäft macht? Möglich und durchaus nicht undenkbar wäre eine Integration bei MobileMe. Erst am Wochenende hat Apple selbst Twitter bei sich vorgestellt. In Sachen Web war Apple bisher eher zurückhaltend, das Publikum für Apple-Geräte steckt ist aber exakt in dieser Szene zu finden.

Es gibt aber zahlreiche Gründe, die gegen dieses frisch aufkommende Gerücht sprechen. Einer kommt von Twitter selbst: Anfang April gab es eine Ansage, dass sie bis auf weiteres unabhängig bleiben möchten. Google hatte damals Interesse an dem Dienst gezeigt, da aktuelles über den Echtzeit-Feed direkt bei Google eingespeist werden kann. Bisher dauert es lange, bis Google Tweets in den Index bekommt. Auch Microsoft hatte bereits Interesse am Kauf von Twitter bekundet, während Facebook bereits im letzten Jahr vergeblich versuchte, sich einzukaufen.

Twitter wird sich vorerst wohl zu keinem Preis der Welt kaufen lassen, egal von wem das Angebot kommt. Und das wird wohl auch das Beste sein, was sie tun können. Ein Verkauf des Dienstes an eine Firma wie Apple dürfte vor allem eines zur Folge haben: Die Weiterentwicklung fällt dann um einiges schwerer.