Apple will Mini DisplayPort lizensieren

MacBook Pro (10/2008), Bild: Apple

Als die neuen Unibody-MacBooks auf den Markt kamen, wurde mit dem Mini DisplayPort auch direkt ein neues Displayadapter-Standard in die Runde geschmissen. Basierend auf einem von der VESA genormten, lizenzfreien Standard hat Apple eine eigene Interpretation des normalen DisplayPorts verbaut, der auf die eigenen Bedürfnisse angepasst ist.

Besonders kurios ist es da schon, dass Apple diese Eigenproduktion nun lizensieren möchte. Kostenlos zwar, aber dennoch eigenartig. Grund für Apple, diesen Schritt zu gehen: Die Hoffnung, dass andere Hersteller diesen Stecker auch in ihren Geräten verbauen.

Ganz ohne Hürden läuft die kostenlose Lizensierung des Mini DisplayPorts nicht, wie auf den Entwicklerseiten zu lesen ist: Zuerst muss eine „Mini DisplayPort Evaluation License“ beantragt werden, mit der dann hinterher auch eine „Mini DisplayPort Implementation License“ zu bekommen ist. Erst dann darf der Stecker offiziell verbaut werden.

Einziger Vorteil, den der Mini DisplayPort aktuell mit sich bringt: Er ist kleiner als der lizenzfreie DisplayPort-Stecker, und ist daher zum Beispiel optimal für den Einsatz in mobilen Rechnern. Die Technik dahinter aber basiert komplett auf den Spezifikationen der VESA, der Mini DisplayPort selbst ist praktisch nur ein verkleinernder Adapter. Sicher, es ist eine Apple-eigene Veränderung des Standards, aber sollte die Veränderung eines offenen Standards nicht vielleicht auch offen bleiben?

Mehr über kg:

Erst Atari-Besitzer, dann ab Mitte der Neunziger Apple-User, angefangen mit einem Performa 5200, jetzt MacBook-Nutzerin.

Metadaten
  • Geschrieben am: 2. Dezember 2008
  • Zuletzt aktualisiert am: 2. März 2021
  • Wörter: 198
  • Zeichen: 1476
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