ICANN 33 in Kairo: Die Chance für eine .mac-TLD?

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Zur Zeit tagt in Kairo die ICANN und verhandelt unter anderem über die Einführung neuer generischer Top-Level-Domains. Dass ICANNs Mühlen diesbezüglich langsam mahlen, ist angesichts der letzten TLD-Einführungen bekannt. Doch ein „Fast Track“-Verfahren für Großunternehmen und ein geplantes Bewerberhandbuch scheinen ein paar Türen in Richtung von TLDs im Stile von .ibm oder .Mac aufzustoßen.

Für potentielle Bewerber dürfte die geplante Grundgebühr für die eigene gTLD in Höhe von 185.000 Dollar noch eines der kleineren Probleme sein. Hinderlich bei der Einführung neuer TLDs waren bisher vor allem die komplizierten Vergabeprozedere und das Beharrungsvermögen der Netzgemeinde – bis heute sind „speziellere“ TLDs wie .aero oder .museum allenfalls Kuriosa im Domainbereich. Die generischen TLDs für Unternehmen könnten hingegen Online-Dienste mit durchaus passenden und griffigen Namen bzw. Domains versorgen. Und bei der ICANN sollen nun Nägel mit Köpfen gemacht werden, was die zügige Einführung angeht.

„Das ist sicherlich das bestimmende Thema auf dem Meeting. Man wird versuchen in diesem Punkt eine Entscheidung herbeizuführen. Gelöst müssen beispielsweise noch Fragen zu den Abläufen werden“.
Richard Wein

So zitiert pressetext.at den nic.at-Geschäftsführer Richard Wein; In mehreren der angesetzten Sessions und Workshops soll es um die neuen .TLDs gehen. Unter anderem ein Bewerberhandbuch soll am Ende der Verhandlungen stehen, mit dem die Vergabe der neuen TLDs an große Markenunternehmen wie auch an andere Bewerber geregelt werden soll. Geprüft werden im Vorfeld die technischen Ressourcen, die der angehende TLD-Betreiber vorweisen kann sowie die finanzielle Absicherung des Betriebs. Ebenso müssen natürlich Marken- und Namensrechte geklärt sein, bevor tatsächlich die neue TLD im Netz verwendet werden kann.

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Berufsbedingt auf iPhone und Macbook Pro gewechselt und pflegt seitdem ein stetig wachsendes Faible fürs iPhone wie auch eine gewisse Distanz zum Macbook. Nutzt ungeniert auch Linux und Windows, was ihn nicht davor schützt, gelegentlich Fanboy geschimpft zu werden.

Metadaten
  • Geschrieben am: 3. November 2008
  • Zuletzt aktualisiert am: 2. März 2021
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