Erster Blick auf Photoshop Lightroom 2 (Beta)

Adobe Photoshop Lightroom 2.1, Screenshot

Spätestens seitdem Apples Aperture mit Version 2.1 eine Schnittstelle für Bildbearbeitungs-Plugins bietet, ist Adobe mit seinem Konkurrenzprodukt Lightroom unter Zugzwang: Will man auf Dauer nicht Kunden an Aperture verlieren, dann muss auch Lightroom in Zukunft deutlich mehr Bearbeitungs-Funktionen bieten – selbst wenn das auf Kosten der Verkaufszahlen von Photoshop geht.

Auch deshalb wird die für den Sommer anstehende Version 2 von Lightroom mit Spannung erwartet. Seit heute ist eine erste öffentliche Beta-Version verfügbar, die wir uns bereits näher angeschaut haben.

Download, Installation und Lizenz

Der kostenlose Download bringt erstaunlich schlanke 25 Megabyte auf die Waage, auf der Festplatte belegt Lightroom im jungfräulichen Zustand wie schon bisher etwa 70 Megabyte. Die Beta-Version wird unabhängig von früheren Versionen installiert, das eventuell vorhandene Lightroom 1.3.1 und die dazugehörige Foto-Bibliotheken bleibt also unberührt. Wer Lightroom 1.3.1 besitzt, kann die Beta-Version mit der gleichen Seriennummer bis Ende August nutzen. Allen anderen bleiben 30 Tage zum Testen.

Lightroom 2 setzt jetzt mindestens 1 GB Arbeitsspeicher voraus – mit weniger machte aber auch schon die Vorgängerversion kaum Spaß. Die Beta-Version spricht bisher nur Englisch.

Überarbeitete Oberfläche, intelligente Alben

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass Adobe den Arbeitsbereich verschlankt und damit übersichtlicher gemacht hat. So zeigt die linke Bedienleiste in der Bibliothek jetzt nur die wichtigsten Quellen an. Lightroom 2 bietet außerdem gesonderte Einstellungen für die Arbeit an zwei Monitoren: So kann auf dem zweiten Display zum Beispiel immer die Lupe oder die Vergleichsansicht gezeigt werden.

Auch die Struktur der Kollektionen wurde verbessert: Es gibt nun übergeordnete Sammlungen und untergeordnete Kollektionen, ähnlich wie man es von Aperture (Projekte und Alben) kennt. Endlich lassen sich nun auch „intelligente Kollektionen“ anlegen, deren Inhalt automatisch aktualisiert wird. Auch hier haben sich Adobes Entwickler wohl von Aperture inspirieren lassen.

Schlagwort-Assistent, selektive Bearbeitung

Neu ist auch ein Schlagwort-Assistent, der Vorschläge auf Basis bereits vergebener Schlagworte und in Anlehnung an die benachbarten Bilder macht.

Wie eingangs erwähnt ist die wohl wichtigste Neuerung aber das selektive Bearbeitungs-Werkzeug im Entwicklungsmodus. Damit lassen sich Korrekturen z. B. an Belichtung, Sättigung oder Helligkeit für einzelne Bereiche des Bildes schnell und einfach vornehmen. Lightroom bietet dafür eine Funktion zum automatischen Maskieren, die in unserem ersten Test sehr brauchbare Resultate lieferte.

Erstmals mit 64-Bit-Unterstützung

Lightroom 2 ist außerdem die erste Anwendung von Adobe, die 64-Bit-Unterstützung für Macs mit entsprechendem intel-Prozessor (Core 2 Duo oder Xeon) bietet. Diese ist allerdings ab Werk deaktiviert. Um Lightroom 2 im 64-Bit-Modus zu nutzen, wechselt man in den Finder, lässt sich das Info-Fenster zu Lightroom anzeigen und entfernt das Häkchen bei „Im 32-Bit-Modus öffnen“. Im 64-Bit-Modus können mehr als 4 GB Daten pro Prozess verarbeitet werden – Performance-Vorteile dürften sich dadurch in der Praxis aber kaum bemerkbar machen.

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Metadaten
  • Geschrieben am: 2. April 2008
  • Zuletzt aktualisiert am: 12. Februar 2020
  • Wörter: 432
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  • Lesezeit: 1 Minuten 52 Sekunden