Homeschooling: Tablets gefragt, iPad besonders

Wenn man sich die vergangenen Quartalsberichte Apples ansieht, stellt man schnell fest, dass das iPad ein „Revival“ erlebt. Generell sind Tablets, aber auch Computer wieder im Kommen. Dies zeigen auch Analysen der letzten Monate bei den Marktanteilen. Apple befürchtet sogar Engpässe. Ein Hauptgrund ist, dass sich die Idee vom Tablet als Werkzeug in und für die Schule durchsetzt. Dies geschieht im Rahmen der Coronapandemie natürlich noch schneller, begann aber schon vorher.

iPad Air 4, Bild: Apple

Wieso sind Tablets gerade so beliebt? In Zeiten einer globalen Pandemie kam es zuletzt vermehrt zur Heimarbeit und vor allem aber Homeschooling. Situationen, die man vorher vielleicht nur in Werbespots gesehen hat, wurden dann auf einmal praktische Notwendigkeit. Statt sich nur auszumalen, wie es sein könnte, das Tablet „für den Unterricht“ zu verwenden, mussten Lösungen her, selbst in Deutschland.

Tablets ein günstiger Einstieg

Tablets sind in dieser Beziehung ein günstiger Einstiegspunkt. Man kann mit ihnen auch Videotelefonie betreiben und trotzdem eine ganze Reihe von Aufgaben erledigen. Je nachdem, wie Schule und Lehrer organisiert sind, könnte man mit Apples iPad sogar Hausaufgaben erledigen. Denn über eine passende App und Schnittstelle, können Lehrer Schülern Aufgaben auf dem Tablet übertragen.

Ich kenne einige Leute, die sich gerade während der Pandemie ein Tablet zugelegt haben. Einige für sich selbst, andere für die Kinder und wieder andere für die eigenen Eltern oder Großeltern.

Apple Marktführer bei Tablets

Apple hat im vierten Quartal 2020 geschätzt 19,2 Millionen iPads verkaufen können, von insgesamt 52,8 Millionen. Dies entspricht 46 Prozent. Im ersten Quartal 2021 verkaufte Apple weitere 15,2 Millionen iPads von insgesamt 39,7 Millionen. Laut Canalys kam Apple so auf 38,2 Prozent Marktanteil bei Tablets und sah im Q1 ein jährliches Wachstum von über 50 Prozent. Allerdings macht ein enormes Wachstum von Googles Chromebooks gerade im Bildungssektor dem Apple-Tablet Konkurrenz.

Lieferengpässe beim iPad, na und?

Die hohe Nachfrage wird sich auch vorerst nicht verändern, selbst wenn Apple zufolge Lieferengpässe drohen. Diese kommen im Gegenteil gerade wegen der andauernd hohen Nachfrage zustande. Durch die Pandemie wurden einige Steine ins Rollen gebracht, die zum Umdenken zwingen.

Nun bin ich weiß Gott nicht derjenige, der blind vorschlägt, ein Apple-Produkt zu kaufen. Doch die vielen Android-Tablets, die ich in der Hand hatte, überzeugten mich nur bedingt. Vor allem die Android-Software wirkt auf den Tablets oft verloren. Google kündigte schon vor zwei Jahren an, sich dem Problem annehmen zu wollen. Doch es wird noch eine Weile dauern, ehe man sich im Bereich der Usability Apples iPad nähert, indem man Entwicklern beim Design der Benutzeroberfläche unter die Arme greift.

iPad, oder doch lieber ein anderes Tablet für die Schule?

Es ist in jedem Fall kein Grund, sich ein Tablet von der Konkurrenz zu kaufen, nur weil man darauf eventuell ein wenig warten muss. Ich werde aber auch nicht sagen, dass nun jeder sich ein iPad kaufen soll, der mit dem Gedanken spielt, sich ein Tablet zu kaufen. Eine Anlaufstelle für eine neutrale Beurteilung findet Ihr daher beispielsweise im PCGH-Ratgeber.

Ich kenne jedenfalls Leute, die sind wirklich froh, ein iPad zu haben, selbst wenn sie darauf auf dem Sofa sitzend nur auf Webseiten surfen. Manche schauen sich darauf auch Filme und Serien an, oder spielen damit. Ich nutze meines besonders gerne in Verbindung mit dem Apple Pencil; Tablets werden oft unterschätzt. Und ich hätte mir persönlich gewünscht, auf dem Tablet Hausaufgaben machen zu können. Doch als ich die Schule besuchte, hatten wir darin nicht einmal Computer. Trotzdem sollte man sich zumindest überlegen, ob einem so ein Gerät nicht auch im Schulalltag helfen kann. Dass das geht, zeigen spontane YouTube-Videos, die während der Pandemie erschienen sind.