Alexander Trust, den 23. Dezember 2020

Konkurrenz geht leer aus: Apple ordert TSMCs 3-nm-Chips

Apple M1
Apple M1

Aus Industriekreisen stammen Gerüchte, dass Apple sich die ersten Chargen von TSMCs Chips gesichert haben soll, die im 3-nm-Fertigungsverfahren produziert werden. Apple möchte damit Prozessoren fürs iPhone und iPad, aber auch seine Macs anfertigen lassen.

Vor kurzem erst soll TSMC den Fertigungsprozess finalisiert haben, um damit auch größere Stückzahlen herstellen zu können. Doch die Produktion soll nicht unmittelbar beginnen, sondern es kann erst 2022 losgehen. Zu Beginn soll der Chiphersteller pro Jahr rund 600.000 Prozessoren im Jahr anfertigen können, rund 50.000 Stück im Monat. Damit das Unternehmen die Forschungsausgaben aber reinspielt und erste Profite mit der 3-nm-Fertigung erwirtschaftet, muss er mindestens 300 „Millionen“ Prozessoren verkauft bekommen.

Kaum Details bekannt

Wie viele Chips Apple bei TSMC geordert hat, ist genauso unbekannt, wie die Laufzeit des Vertrages. Es heißt allerdings, dass das Unternehmen den Fokus darauf legt 2022 neue M-Serie-Chips für den Mac herstellen zu lassen. Auch sollen Prozessoren fürs iPad abfallen, vermutlich für die Pro-Modelle.

Laut TSMC sollen die 3-nm-Aggregate 10 bis 15 Prozent leistungsfähiger werden als die 5-nm-Chips und 20 bis 25 Prozent weniger Energie verbrauchen als diese.

4-nm-Verfahren kommt dazu

TSMC soll allerdings auch einen 4-nm-Fertigungsprozess entwickelt haben. Dieser soll noch vor dem 3-nm-Produkt in Serie gehen. Dabei konkurriert TSMC in diesem Segment mit Samsung. Gerüchteweise wird die Firma allerdings rund ein halbes Jahr eher am Markt sein können.

Mitarbeiterschwund bei TSMC

Interessant ist eine weitere Entwicklung bei Taiwan Semiconductor Manufacturing. In den letzten Wochen und Monaten soll das Unternehmen eine ganze Reihe von leitenden Mitarbeitern verloren haben.

Offenbar wird versucht, neben TSMC weitere Chiphersteller in China aus der Taufe zu heben, mit Firmen wie Quanxin Intergrated Circuit Manufacturing (QXIC) und Wuhan Hongxin Semiconductor Manufacturing (HSMC). Beide Unternehmen stellten zuletzt mehr als 50 ehemalige TSMC-Mitarbeiter ein.


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