Apple will Licht recyceln: iPhones bald noch energieeffizienter?

iPhone 12 in Grün, Bild: Apple

Beim US-Patent- und Markenamt in den USA (USPTO) gibt es eine neue Veröffentlichung von Apple. In dem Patentdokument beschreibt der iPhone-Hersteller ein komplexes System, das in der Lage ist, Licht zu recyceln.

Was sich auf den ersten Blick spannend anhört, ist natürlich auch bei genauerer Betrachtung interessant. Das Unternehmen forscht offenbar an Möglichkeiten, wie man mittels durchlässigen Displaymaterialien und Reflektorschichten in der Lage ist, Energie bei Displays einzusparen und gleichzeitig sogar die Farbwiedergabe und den Kontrast zu erhöhen.

Apple beschreibt in dem Patentantrag ein „Electronic Device Having Emissive Display With Light Recycling“. Die Beschreibung fällt aber äußerst umfangreich aus. Der Konzern notiert diverse Materialien, die in Verbindung damit stehen, darunter auch Saphir, Keramik, Glasfaser und mehr. Doch Apple zählt auch diverse Geräte auf, bei denen es sich diese Bildschirme vorstellen kann. Neben Smartphones sind dies auch Armbanduhren und sogar Headsets oder andere am Kopf montierte Displays (HMD).

Transmissiv versus emissiv

Es gibt unterschiedliche Displayarten. OLED-Displays sind emissiv, sie erzeugen selbst einen Teil der Beleuchtung der Anzeige. LC-Displays hingegen sind häufig transmissiv, benötigen dann eine Hintergrundbeleuchtung, um sie zum Beispiel bei Sonneneinstrahlung noch ablesen zu können.

Apples Idee ist, nicht genutztes Licht aufzufangen und es trotzdem einzusetzen. Wir sehen beim Blick auf das Smartphone-Display nur das Licht, das in unsere Richtung abstrahlt. Doch gleichzeitig strahlt das Display auch Licht ins Gerät selbst ab. Mit passenden Reflektoren könnte man diese sinnvoll nutzen um die Helligkeit bei gleichzeitig niedrigerem Energieverbrauch zu optimieren.

Apples Patentbeschreibung geht sogar so ins Detail, dass der Weg von Lichtstrahlen von einem Pixel zu einem anderen nachverfolgt wird, um zu erläutern, wie man die Emission effizienter gestalten könnte.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 19. November 2020
  • Zuletzt aktualisiert am: 22. November 2020
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