Apple und Google machen ernst: Kontakt-Tracing-API für Entwickler schon Ende April

EU-Kommissar in Videokonferenz mit Tim Cook, Bild: Thierry Breton

Am 28. April soll es soweit sein. Dies verriet Apples Chef Tim Cook offenbar dem EU-Kommissar Thiery Breton in einer Videoschalte.

EU fordert Apple und Google zur Öffnung auf

Breton hatte sich zuvor bereits mit Sundar Pichai, Googles Chef, kurzgeschlossen. Dem EU-Kommissar ging es in den Unterhaltungen mit den beiden Firmenchefs auch darum, die Position der EU zu stärken.

Frankreich mit eigener App

In Frankreich wolle man beispielsweise eine eigene App namens StopCovid veröffentlichen, die „nicht“ auf die Technologie von Apple und Google setzt. Dazu soll vor allem Apple eigentlich seine Bluetooth-Kommunikation für die französische Regierung öffnen.

Es sei die Verantwortung von Firmen wie Apple und Google, erklärte Breton, dafür Sorge zu tragen, dass die Apps der Regierungen funktionierten.

Datenspende-App ohne Kontakt-Tracing

In Deutschland erschien bereits die Datenspende-App des Robert Koch Instituts (RKI), die jedoch kein Kontakt-Tracing unternimmt. Seit Anfang April können Nutzer damit Fitness- und Gesundheitsdaten anonymisiert an das RKI senden.

EU in Sorge

Schon vorher äußerten manche Vertreter des EU-Parlaments ihre Sorge, dass die Tracing-Technologie nicht sicher sein könnte und dabei sensible Informationen vieler Millionen Europäer auf dem Spiel stünden.

So will die EU wohl zunächst noch eine Sicherheitsanalyse der Technologie durchführen lassen, ehe sie sie für die Nutzung in Apps hierzulande zulässt. Dies berichtet die Financial Times hinter einer Paywall.

Apple-Google-Technologie früher als erwartet

Apple und Google wollten ihre gemeinsam entwickelte Tracing-Technologie ursprünglich frühestens Mitte Mai veröffentlichen.