Von Alexander Trust am 24.02.2020 (letztes Update: 24.02.2020).

Kommentar: Steve Jobs hätte heute Geburtstag gehabt

Steve Jobs
Steve Jobs, Bild: Ben Stanfield, CC BY-SA 2.0

Der Apple-Gründer verstarb 2011 nach langer Krankheit an Krebs. Heute hätte er seinen 65ten Geburtstag gefeiert. Es sind Tage wie diese, die wir nutzen sollten, uns über unser eigenes Leben Gedanken zu machen.

Anlässlich des Geburtstages von Steve Jobs erscheinen heute auf vielen Webseiten Texte, die an den Apple-Gründer erinnern. Doch ich möchte mich mit diesem Kommentar ein wenig davon absetzen.

Melancholie nutzen

Als 2011 der Apple-Gründer starb waren viele Fans traurig. Wenn sich wie heute sein Geburtstag jährt, sind manche immer noch melancholisch. Melancholie ist kein schlechtes Gefühl.

Aber ich möchte ein Plädoyer halten dafür, dass wir an Tagen wie diesen vor allem darüber anfangen zu sinnieren, was wir mit „unserem“ Leben anfangen. Gar nicht so sehr aus einer moralischen Warte, sondern vielmehr aus einer egoistischen Perspektive.

Das Leben ist kurz, die Tage noch kürzer

Denn wir alle stehen jeden Tag vor der Frage, was wir aus unserem Leben machen. Ich finde, wir sollten Dinge tun, die uns Spaß machen. Viele Menschen finden sich damit ab, dass sie einen Beruf ausüben und Hobbys haben. Haben sie einmal eine Ausbildung oder ein Studium absolviert, verfolgen sie diese „Laufbahn“ ein Leben lang. Irgendwann gelangen sie an den Punkt, an dem sie sagen, dass es zu spät sei, noch etwas zu ändern.

Aber es ist nie zu spät und Tage wie diese sollten uns daran erinnern. Wir können jeden Tag neu anfangen und uns inspirieren lassen von Leuten, die sich getraut haben, egoistisch zu sein. Steve Jobs ist in dieser Hinsicht ein gutes Vorbild. Er folgte seinem Herzen, auch wenn das manchmal dazu führte, dass er nicht immer das tat, was andere von ihm erwarteten.

Veränderungen sind kein Verrat

So möchte ich aus gegebenem Anlass noch einmal an Steve Jobs‘ inspirierende Rede erinnern, die er 2005 vor Studenten und Mitgliedern der Stanford Universität hielt. Darin sprach Jobs von dem täglichen Blick in den Spiegel und der Angst vor Veränderung. „Was wäre, wenn heute der letzte Tag in meinem Leben wäre?“, warf Steve Jobs in dieser Rede die Frage auf.

Die Angst vor Veränderung zu überwinden war seine tägliche Aufgabe. Veränderung sei notwendig. Mit dem Wissen, dass wir alle vergänglich sind, sollten wir uns nicht scheuen, diese Frage jeden Tag neu beantworten zu können.

In diesem Sinne.

Happy Birthday, Steve.

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